Stichwörter: Salzburger Festspiele

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Aribert Reimanns Lear – die Mutter der Opern ohne Mutter

Es packt mich so, als erklänge diese Musik erstmalig. Ich habe sie schon oft gehört. In anderen Werken Aribert Reimanns, in Aufführungen von Troades oder Bernada Albas Haus, zuletzt Medea. Oder in Aufnahmen. Direkt und leibhaftig höchstselbst diesen Sommer in Salzburg. Den „Lear“. Ohne König im Titel. Denn es geht...

Bloß keine Auftragsopern. Foto: Hufner 0

Aus der Neuen Musik ausgestiegen: Markus Hinterhäuser

In einem Gespräch mit der dpa hat sich der Salzburger Festspielchef Markus Hinterhäuser zur Notwendigkeit von Auftragsopern geäußert. Nämlich so: sie seien verzichtbar. Er halte „wenig von dieser Intendantenstatistik: Man ist erfolgreich, wenn man soundsoviel neue Opern gebracht hat. Diese Form des Ritterschlags erschließt sich mir nicht“. Sie, die Auftragsopern,...

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Vision oder Betrieb – Kommentar zum verkündeten Intendantenwechsel am Madrider Teatro Real

Persönlich kenne ich weder Gerard Mortier noch Joan Matabosch. Der belgische Mortier dürfte mich allerdings in meinen Opernerlebnissen mehr geprägt haben als der Katalane Mattabosch. Mortier ist in der Opernwelt weit herumgekommen, prägte unverwechselbar in zweimal circa 10-jährigen Marksteine setzenden Intendanzen das Brüsseler „Théâtre Royal de la Monnaie “ (1981...

Kleiner mexikanischer Bericht. Satte Arschlöcher. Wir. 2

Kleiner mexikanischer Bericht. Satte Arschlöcher. Wir.

Eine etwas verrückte Kurzreise (2 Tage Hinreise, 2 Tage Aufenthalt, 2 Tage Rückreise) führte mich gerade für ein einziges, eigentlich eher kleines Konzert nach Mexiko, vielmehr in die wunderschöne ehemalige Bergbaustadt Guanajuato, die heute eine der wichtigsten Universitäten des Landes beherbergt. Und ein sehr erstaunliches Musikfestival.

Das große Schweigen zum kleinen Aufstand 35

Das große Schweigen zum kleinen Aufstand

Es war wirklich schwierig, in den letzten Wochen nichts von der Moskauer Punkband „Pussy Riot“ und ihrer provokanten Aktion mit dem „Anti-Putin-Gebet“ sowie dem vollkommen überzogenen Gerichtsurteil dafür zu lesen. Tausende von Anhängern der Band demonstrieren in Moskau, weltweit – auch in Deutschland – finden zahlreiche Solidaritätsaktionen statt, Madonna tritt in Moskau mit einer durch „Pussy Riot“ zum Markenzeichen gewordenen Maske auf, das Feuilleton ist voll mit Artikeln zum Thema.

Von der Tomate zur Tütensuppe – Evolution der Neuen Musik (Gastbeitrag von Stefan Hetzel) 28

Von der Tomate zur Tütensuppe – Evolution der Neuen Musik (Gastbeitrag von Stefan Hetzel)

Unser regelmäßiger Leser Stefan Hetzel war schon der Zweite, der mich auf Harry Lehmann und seinen interessanten Artikel „Digitale Infiltrationen“ aufmerksam gemacht hat, der schon seit einiger Zeit kontrovers diskutiert wird. Er hat auch gleich einen Artikel über die Thematik geschrieben, den ich hier gerne zur Diskussion stelle:

Warnung vor dem Hunde 66

Warnung vor dem Hunde

Internetabmahnungen aller Arten machen ja schon seit einiger Zeit die Runde. Man hat den Eindruck, dass das noch sehr junge Internet eine rechtlich quasi nicht zu kontrollierende Zone ist, in der Methoden wie zu alten Raubritterzeiten herrschen: man nehme sich was man kann, und zwar auf beiden Seiten.
Da gibt es diejenigen, die sich tatsächlich einen Sport daraus machen, illegal Filme und Musik zu verbreiten, andere wiederum nutzen die momentane Rechtsungewissheit, um umgekehrt meistens eher harmlose User zu schröpfen.

„Neue Musik geht bei uns gar nicht“ – Bemerkungen zum Abschied der langzeitigen ZDF-Aspekte Moderatorin Luzia Braun im Welt-Interview 1

„Neue Musik geht bei uns gar nicht“ – Bemerkungen zum Abschied der langzeitigen ZDF-Aspekte Moderatorin Luzia Braun im Welt-Interview

Auf dieses Interview wurde ich durch Peter-Manfred Wolf und Lutz Gerlach aufmerksam gemacht in meiner Funktion als beratendes Mitglied des Leitungsgremiums der Fachgruppe Ernste Musik des Deutschen Komponistenverbands (FEM-DKV). Ich las mir sofort auf welt.de den Text durch und beschloss abgesehen von offiziellen DKV-Reaktionen hier gleich im Badblog zeitnah darauf...

Dionysos, sozialversichert: Rihms handgreiflicher Zugriff 15

Dionysos, sozialversichert: Rihms handgreiflicher Zugriff

Einen weiteren Eindruck von der Rihm-Uraufführung in Salzburg wollen wir unseren geschätzten Leserinnen und Lesern nicht vorenthalten. Aufgrund einer Koordinationspanne meinerseits war der Termin für nmz Online doppelt besetzt, sodass folgender Text nicht zum Zuge kam. Ich danke Frieder Reininghaus für seine Nachsicht und sein Einverständnis, seinen Text nun hier...

efeu oder lorbeer 4

efeu oder lorbeer

nicht immer gelingt es, im ersten moment schon alles auf den punkt zu bringen. beispielsweise, wenn man sich im zug zwischen salzburg und bürmoos versucht, opernabende noch einmal zu vergegenwärtigen. gerade fiel mir jedoch ein möglicher grund ein, warum bei so vielen menschen ein unbehagen nach der rihm-premiere aufkam. „dionysisch?...