Kategorie: kulturpolitik

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Das bekannte Wegsehen im Falle Levines: einfach so weitermachen?

Nach metoo in Hollywood beschäftigt sich die US-Westküste aktuell mit Pädophilievorwürfen gegen den jahrzehntelangen MET-Chefdirigenten James Levine. Obwohl diese Vorwürfe grüchteweise schon beinahe genauso lang bekannt waren, wie er MET-Chef ist, will jetzt erst auch die MET selbst eine Untersuchung dazu vornehmen. Denn wie die New York Post berichtet, wo...

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Erstes Fazit zum Musikfonds

Beim letzten Treffen des Bayerischen Musikrats (BMR) im Heimatministerium in Nürnberg konnte ich am Ende kurz mit dessen Vorsitzenden Thomas Goppel ein paar Worte zur Musikförderung wechseln. Grund war die Kritik des BMR an der Bundesregierung immer mehr die Kulturhoheit der Länder auszuhöhlen. Zwar stellte der Bund in den letzten...

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Professioneller Sexismus eines Dirigenten gegen Dirigentinnen: Mariss Jansons

Wow, die deutsche Klassikpresse ist mal wieder total on the top: Mariss Jansons habe die Goldmedaille der Royal Philharmonic Society in London für sein Dirigieren erhalten. Eine „rotten tomato“ hätte man ihm allerdings für „for me seeing a woman on the podium… well, let’s just say it’s not my cup...

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Bernd Weikl im Reichsbürger nahen SchrangTV

Wieso sind alternde Sänger so nachlässig, wenn sich die Gelegenheit für ein langes Interview bietet? Kammersänger Bernd Weikl gab sich exakt diese Blösse im SchrangTV. Dieser Youtube-TV-Kanal featured z.B. einen Berliner Militaria-Auktionshauseigner, dem zuletzt Nähe zur Reichsbürgerbewegung vorgeworfen wurde, der sogar Kleidungsstücke aus Konzentrationslagern versteigert haben soll. So wundert es...

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Amerikanisches Tagebuch, 8. Tag

Virginia ist „The South“, obwohl man noch ziemlich weit in den Süden gehen kann von hier. Hier fanden die meisten Schlachten des Sezessionskrieges statt, hier redet man mit dem „Southern Drawl“, die etwas langgezogene, lässig wirkende und langsame Art zu reden, die geradezu das absolute Gegenteil zu den hektischen New Yorker oder LA-Dialekten darstellt. Das typische Wort ist „y’all“ – wörtlich übersetzt mit „ihr alle“, hier aber eine geradezu kontinuierliche Art der Anrede darstellt , wie in „y’all wanna eat somethin‘?“ oder „y’all fine?“- In letzterem Beispiel entsteht sogar eine Satzkonstruktion ohne Verb, was nur hier geht.

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Kommentar zum Ende auf Raten von Pathos & Schwere Reiter in München

Bevor 2017 zu Ende geht, wurde willentlich oder unwillentlich versucht, langjährige Freie-Szene-Akteure Münchens der Theaterszene auszuschalten. Es geht um das sogenannte zukünftige Kreativquartier Ecke Leonrod-/Dachauer Str. und dort um den Entzug der Proben,- Produktions,- und Büroräume des Pathos-Theaters sowie die temporäre Verunmöglichung des Neue-Musik-Ortes „Schwere Reiter“. Dem Theater wurden quasi...

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Donaueschinger Musiktage 2017/2: Wunderschönes & Weiß nicht & Frauen

Wie ich befürchtete, bin ich nun ausgetauscht. Aber nicht nur ich. Manche Komponisten erkannte man kaum wieder. Zuvor gab es aber was Schönes zu tun: die FEM-Nadel der Fachgruppe E-Musik im Deutschen Komponistenverband wurde im Rahmen der Musiktage im dortigen Rathaus an die – immer noch einzige und erste –...

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Vom Verschwinden zeitgenössischer, ernster Chormusik

Die Welt der Laienchöre befindet sich in Auflösung, so könnte man die aktuellen Austritte vieler Landesverbände aus dem Deutschen Chorverband titeln. Die Chorverbandswelt ist allerdings auch ein Kosmos von Vernachlässigung heute komponierter, sogenannter E-Musik. Vereinfacht: 0 von 10 aufgeführten, gepflegten Chorwerken sind in den letzten Jahrzehnten komponierte E-Werke. Genauer: der...

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Wie anonymisiert man korrekt PDF-Partituren?

Großer Beliebtheit erfreuen sich Artikel über Programme wie Sibelius, Finale oder Steinberg bzw. Ircam-Software. Da ist jeder von uns mehr oder minder Freak. Bescheidener fällt das Wissen z.B. auf Apple-Rechnern mit PDF-Programmen wie „Preview“ (in deutsch „Vorschau“) oder Adobe-PDF-Programme. Interessant, wie da manche/r sich mit diesen täglich genutzten PDF-Programmen nicht...

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Wen kann ich „lastminute“ als Urheber und Musiker wählen?

Ehrlich gesagt, hätte ich vor zwei Wochen nicht schon per Brief gewählt, wüsste ich heute nur, dass ich nicht AfD wählen würde. Für Musiker könnten da die Pläne der Parteien zur Kulturpolitik weiterhelfen. Nachdem die bisher im Bundestag vertretenen Parteien und die FDP z.B. in der Flüchtlingspolitik, die zu den...