Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 25.09. bis 01.10.2017

Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 39. Portraits und Schwerpunkte gibt es zu: Mark Andre und Dieter Mersch, Michael Flury, Trio Belli Fischer Rimmer, Henning Kraggerud, 10 Jahre Deutsche Radio Philharmonie, Rudi Stephan, Anna Zett, Thelonious Monk, Bühnenpoetin Yasmin Hafedh, Thomas Ankersmit, Hans Abrahamsen +++ Phantomklänge der Musik, Geschichte des Subharchords, Norwegische Avantgarde, Akkordeon in der Neuen Musik, Werkzeuge der Neuen Musik – Stimme, Die Gründung des nationalen Jugendorchesters der Ukraine +++ International Rostrum of Composers 2017, Klangspuren 2017, Festival Taktlos 2017, Kontakte ’17 – Biennale für Elektroakustische Musik und Klangkunst, Musik Unlimited 2016, Festival mikromusik, Forum neuer Musik 2005 und musikprotokoll 2017.


25.09.2017


21:04-22:00 | kulturradio vom rbb
International Rostrum of Composers 2017, Teil 3

Mit Andreas Göbel. Organisiert vom International Music Council und mit finanzieller Unterstützung der teilnehmenden Rundfunkanstalten findet in jedem Jahr das Internationale Rostrum of Composers statt. Ziel ist der Austausch von zeitgenössischer Musik. Ein Überblick über die Gewinnerwerke und über neueste Trends in der zeitgenössischen Musik.

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik: Die Wiederkehrenden – Phantomklänge der Musik – Eine Séance von Christoph Haffter

Erscheinung ohne Körper, stofflos und doch ortsgebunden, ewig plötzlich wiederkehrend – Musik ist dem Gespenstischen wesensverwandt. Vielleicht ist dies der Grund, weshalb die Geister umgehen in der Musikgeschichte, von Mozarts Commendatore bis zu Steen-Andersens Phantompianisten, vom Fliegenden Holländer bis zur Hauntology, von Aperghis‘ Hamletgespenstern bis zum Reigen seliger Geister. Es ist bekannt: Im Gespenst erscheint Geschichte als unerledigte, im Trugbild fordert das Vergeistigte sein Recht aufs Sinnliche ein. Doch wie klingt ein solches Gespenst, woran erkennt man einen Phantomklang? Christoph Haffter begibt sich auf die Suche nach den musikalisch Wiederkehrenden.

23:03 | Ö1
Konzertinstallation mit Glockenklang – Klangspuren 2017. Metallon: Eine Brücke in die Vergangenheit

Gestaltung: Patrizia Jilg. Metallon heißt die groß angelegte, dreiteilige Konzertinstallation, die den Klang der Glocken des Innsbrucker Doms aufzeichnet und dann mit digitalen Mitteln bearbeitet. Auf dem Domplatz interagiert das Trio dark matter live-elektronisch mit dem Stundengeläut und mit dem Angelus-Läuten und erweitert so den klanglichen Kontext.

Dazwischen erklingen drei neue Stücke für Carillon (spielbares Glockenspiel im Turm), die von Bernhard Gander, Klaus Lang und Tom Sora für metallon komponiert worden sind. Höhepunkt ist dann das gut einstündige Raum-Klang-Konzert im Gotischen Keller der Hofburg mit dark matter, dem Tiroler Kammerorchester InnStrumenti und drei Schlagzeugern.


26.09.2017


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Subharmonische Mixturen aus Ost-Berlin – Die Geschichte des Subharchords

Von Friederike Kenneweg. 50 Jahre nach seiner Entwicklung in der DDR erobert das elektronische Instrument seinen Platz in der Musikgeschichte.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponisten

Rudi Spring: Sonatine, op. 1 (Anja Lechner, Violoncello; Rudi Spring, Klavier); Martin Ruhland: „Ritual 1“ (Martin Ruhland, Pauke); Stefan Schulzki: Klaviertrio (Stefan Schulzki, Klavier; Jane Berger, Violine; Felix Seiffert, Violoncello); Eva Sindichakis: „Joseph Beuys und sein schwarzer Raum“ (Arno Waschk, Klavier); Markus Zahnhausen: „Klingende Zeit“ (Simon Pauly, Bariton; Markus Zahnhausen, Blockflöte; Ryuichi Rainer Suzuki, Violoncello; Andreas Skouras, Klavier); Markus Schmitt: „Tre sonate galanti“ (Moritz Eggert, Klavier); Helga Pogatschar: „Sanctus“ (Gerlinde Sämann, Sopran; Stefanie Früh, Dagmar Aigner, Mezzosopran; Andreas Hirtreiter, Tenor; Jürgen Weiß, Bass; Helga Pogatschar, Keyboard; Leitung: Alexander Zimmermann); Alexander Strauch: Streichquartett Nr. 1 – „H-I-A-S“ (Xsemble München)

20:04 bis 22:00 | WDR 3
WDR 3 Konzert: Himmlisches und Irdisches

Gerd Zacher: Explosiva für Orgel, Uraufführung; Henry Purcell: Funeral Music of Queen Mary für gemischten Chor und Orgelpositiv; Juan Allende-Blin: Letztes Geleit – 2 Briefe von Hanns Stein, Hörstück; Aufnahme des NDR. Juan Carlos Paz: Galaxia für Orgel; Henry Purcell: Funeral Music of Queen Mary; Juan Allende-Blin: Tmesis für Flöte, Trompete und Posaune, Uraufführung. Ensemble Scopus, Leitung: Lucius Rühl; E-MEX. Aufnahme aus der evangelischen Kirche Essen-Rellinghausen

20:04-22.00, hr2-kultur
Das hr-Sinfonieorchester beim Forum N

Gordon Kampe: Spione für Orchester (plus so viele Harfen wie möglich) (Auftragswerk des hr – Uraufführung); Kaija Saariaho: TRANS für Harfe und Orchester (Deutsche Erstaufführung); John Cage: Postcard from Heaven für 1-20 Harfen; Jean Sibelius: 6. Sinfonie. (Aufnahme vom 15. September 2017 aus dem hr-Sendesaal). Xavier de Maistre, Harfe, Hermann Bäumer, Dirigent

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte: Happy New Ears 2017! – Der Komponist Mark Andre und der Philosoph Dieter Mersch im Schlaglicht

„Happy New Ears“ wünschte John Cage dem Publikum, das der Musik der Zukunft lauschen würde. Ohne Schranken, ohne Regelwerk. Ein Wunsch, den der Komponist Hans Zender und seine Frau Gertrud für ihre Happy New Ears-Initiative aufgegriffen haben. Jedes Jahr verleihen sie im Rahmen der Hans und Gertrud Zender-Stiftung zusammen mit der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, BR-Klassik und der BR-Konzertreihe musica viva zwei Happy New Ears-Preise: Der Komponistenpreis ehrt „wagemutige und nicht am unmittelbaren Erfolg orientierte Kollegen“, der Preis für Publizistik solche, die „zum Bilden der ‚Neuen Ohren‘ beitragen“, wie Hans Zender es formuliert. Im nunmehr siebten Jahrgang der Happy New Ears-Initiative haben sich die Juroren für den Komponisten Mark Andre und den Philosophen Dieter Mersch entschieden. Beide eigenwillig, beide tonangebend im Feld der neuen Musik. Kristin Amme und Tobias Stosiek stellen die zwei wichtigen Protagonisten der Szene vor.

23:03 | Ö1
Sechs Stücke einer „Série Rose“ in Tirol – Klangspuren 2017: Der Eros der neuen Musik

Gestaltung: Reinhard Kager. Anders als in der langen Geschichte der Oper spielen Sexualität und Erotik in der neuen Musik eine eher untergeordnete Rolle. Dass es in jüngster Zeit dennoch eine Reihe von Instrumentalwerken gibt, die sich dem Verhältnis von Erotik und zeitgenössischen Klängen stellen, sucht Monika Pasiecznik in einem Konzert unter dem – einer Komposition von Pierre Jodlowski entlehnten – Titel „Série Rose“ bei den „Klangspuren“ zu demonstrieren.

Sechs Stücke für Stimme, Klavier und Sampler stehen auf dem Programm dieses Konzertabends, unter anderen von Johannes Kreidler, Jennifer Walshe, Laurie Andersen und Brigitta Muntendorf, deren Performance „Public Privacy“ schon bei den Wittener Tagen für neue Kammermusik 2016 einiges Aufsehen erregte. Die Pianistin Malgorzata Walentynowicz und die Sängerin Frauke Aulbert werden diese teilweise bewusst provokativen Stücke interpretieren.


27.09.2017


00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Fränkische Komponisten

Albrecht Gürsching: „Multicoded Music“ (Musica-Nova-Ensemble: Ernst Huber-Contwig); Alexander Muno: „Saudade“ (Alexander Muno, Bariton; Annette Haas, Violoncello); Hans-Günter Brodmann: „Musica Sacra“, Percussion Fantasies (Hans-Günter Brodmann, Perkussion); Rolf Rudin: „Der Spinnerin Nachtlied“ (musica-viva-chor bamberg: Fritz Braun); Bernhard Weidner: „Flug für Klavier“ (Michael Schäfer, Klavier)

20 – 21 Uhr | SRF2Kultur
Musik unserer Zeit: Michael Flury – Mit der Posaune um die Welt

Die Posaune feiert eine merkwürdige Renaissance in der Popmusik in der Schweiz und anderswo. Und derjenige, der dafür zumindest mitverantwortlich ist, ist Michael Flury. Jahrelang war er die zweite Melodiestimme bei Sophie Hunger, und er hatte seine Posaune und seine Finger in vielen unterschiedlichen Produktionen. Am Taktlos und noch einmal am Jazzfestival Willisau baute Michael Flury seinen eigenen musikalischen Kosmos auf, – Musik mäandernd zwischen Wachswalzen und Elektronik. Ein Portrait des Posaunen-Derwisches Michael Flury.

21 – 22 Uhr | SRF2Kultur
Neue Musik im Konzert – Festival Taktlos 2017 – Das Fest des flüchtigen Augenblicks

Seit den ersten taktlosen Tönen 1984 sind über drei Jahrzehnte mit waghalsiger Musik zwischen den Genres und abseits des Mainstreams ins Land gegangen, und immer war Fredi Bosshard an vorderster Front mit dabei. Mit dem diesjährigen Festival tritt Bosshard als Programmgestalter ab, und auch bei seinem letzten Einsatz lud er Bands und MusikerInnen ein, die frisch und frech und frei das Blau des Himmels herunter improvisierten, so dass der flüchtige Augenblick lange in den Gehörgängen verharrte!

21:01 bis 22:00 | NDR Kultur
neue musik: Norwegische Avantgarde mit „Prince“-Gitarristin

Von Helmut Peters. Das zweiwöchige Musikevent „Bergen International Festival“, das vom 24. Mai bis zum 7. Juni 2017 in der westnorwegischen Metropole stattfand, gehört zu den größten und bedeutendsten Musikfestivals Skandinaviens. Wir haben ein Konzert dieses Festivals mit der London Sinfonietta besucht, bei dem zwei Werke norwegischer Komponisten uraufgeführt wurden. In der „neuen musik“ stellen wir Eivind Buenes Ensemblestück „Sea Changes“ und Rolf Wallins faszinierendes Stück „Spirit“ vor, das der Norweger für Ida Nielsen schrieb, der berühmten Bassgitarristin aus der einstigen „Prince“-Band.

21:04-22:00 | kulturradio vom rbb
Das Akkordeon in der Neuen Musik

Mit Margarete Zander. Längst ist das Akkordeon mit seinem faszinierenden Klangspektrum in der „E-Musik“ angekommen und Teil der zeitgenössischen Musikszene. Eine der führenden Akkordeonistinnen der Neuen Musik ist Margit Kern, die sich neben zahlreichen Soloprojekten auch auf ungewöhnliche Kombinationen einlässt, darunter mit der Schalmei-Virtuosin Katharina Bäuml, dem Videokünstler Jean-François Guiton oder dem Schauspieler Bernt Hahn.

23:03 | Ö1
Rückblick, Vorschau und aktuelle Veröffentlichungen – Zeit-Ton Magazin

Gestaltung: Marlene Schnedl. Jeden Mittwoch präsentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuveröffentlichungen. Mit u.a. einer Vorschau auf das musikprotokoll im steirischen herbst, das – genauso wie auch Ö1 – heuer sein 50-jähriges Bestehen feiert.

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik: Trio Belli Fischer Rimmer – Neue Studioproduktionen

Frederic Belli (Posaune), Johannes Fischer (Schlagzeug), Nicholas Rimmer (Klavier). Claude Debussy: Arrangements des Trio Belli Fischer Rimmer; Mike Svoboda: Music for Trombone, Percussion and Piano (2011); Johannes Fischer: Einige Versuche, Dinge in Gang zu bringen (2011) für Posaune, Klavier und Schlagzeug; Daniel Schnyder: 3 Stücke für Saxofon, Posaune und Klavier, bearbeitet für Posaune, Klavier und Schlagzeug

Das Trio Frederic Belli, Johannes Fischer und Nicholas Rimmer verbindet in der ungewöhnlichen Besetzung mit Posaune, Klavier und Schlagzeug verschiedenste Epochen und Stile. So präsentieren sie teilweise eigene Bearbeitungen, und spannen eine Brücke von der Klassik bis zur Neuen Musik. Die drei jungen Musiker schlossen sich bereits 2008 als Preisträger des Deutschen Musikrates zum festen Trio zusammen. Alle drei sind mehrfache Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe und konzertieren weltweit als Solisten und Kammermusiker. Im Hans Rosbaud-Studio in Baden-Baden haben sie nun Höhepunkte aus ihrem Repertoire eingespielt.


28.09.2017


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Kontakte ’17 – Biennale für Elektroakustische Musik und Klangkunst

Carolin Naujocks im Gespräch mit Gregorio García Karman

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponisten

Heinz Kiessling: „Piano caprice“ (Ernst August Quelle, Klavier; Münchner Rundfunkorchester: Werner Schmidt-Boelcke); Siegfried Behrend: „Altitalienische Hofmusik“ (Josef Ulsamer, Gambe; Elza van der Ven, Cembalo; Saarländisches Zupforchester: Siegfried Behrend); Robert Delanoff: „Alte Buche im Englischen Garten“ (Zoltán Kovács, Klarinette; Anne-Sophie Bertrand, Harfe); Jan Koetsier: Musik, op. 28 (Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Colin Davis); Eugen Bodart: Variationen über ein Thema von Franz Schubert (Symphonie-Orchester Graunke München: Kurt Graunke); Peter Jona Korn: Variationen über ein Lied aus der Bettleroper (Münchner Philharmoniker: Fritz Rieger); Werner Thomas-Mifune: „Faule Krokodile“ (Werner Thomas-Mifune, Wen-Sinn Yang, Violoncello)

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
KlassikPlus: Die Sprache der Musik – Der Geiger und Komponist Henning Kraggerud

Er gehört einer Spezies an, die jahrhundertelang den Normaltypus des Musikers repräsentierte, heute aber zu den bedrohten Arten gehört: Der Komponist und Virtuose in Personalunion. Der Norweger Henning Kraggerud gilt als einer der herausragendsten Geiger Skandinaviens, gastiert bei den großen Sinfonieorchestern zwischen London und Los Angeles und zählt als passionierter Kammermusiker Steven Isserlis, Joshua Bell und Leif Ove Andsnes zu seinen Partnern. Doch die Musik ist ihm eine Sprache, die nicht nur gesprochen, sondern auch geschrieben und gedacht werden muss. Also komponiert er seit seinem achten Lebensjahr – oft inspiriert durch moderne Literatur oder nordische Mythologie, und improvisiert  mit Leidenschaft. Dies wiederum verbindet ihn mit dem Jazz-Pianisten Bugge Wesseltoft, mit dem er die wunderbare CD „Last Spring“ einspielte. Mit seinen unkonventionellen Ansichten bringt Kraggerud frischen Fjordwind ins Schubladendenken der Klassikszene – Alexandra Maria Dielitz stellt den sympathischen Musiker vor.

20:04 bis 22:30 | SR2 KulturRadio
Mouvement: Die 600. Sendung – 10 Jahre Deutsche Radio Philharmonie

Auftragskompositionen aus den Jahren 2007 bis 2017 von Toshio Hosokawa, Ferran Cruixent, Daniel Glaus, Vito Zuraj, Thierry Pécou u.a.

20:04-21:30 | hr2-kultur
Neue Musik aus dem hr-Archiv

Arnold Schönberg: Kammersinfonie Nr. 1 op. 9b. Fassung für großes Orchester (1906/34) hr-Sinfonieorchester, Ltg.: Matthias Pintscher (Aufnahme 2015). Henry Brant: „The Alcotts“ und „Hawthorne“ aus „A Concord Symphony“ nach Charles Ives (1994). hr-Sinfonieorchester, Ltg.: David Robert Coleman (Aufnahme 2012). Claude Debussy / John Adams: „Le Livre de Baudelaire“. Vier Lieder aus Debussys „Cinq poèmes de Baudelaire“, arrangiert für Sopran und Orchester (1994). Christiane Karg, Sopran, hr-Sinfonieorchester, Ltg.: Franck Ollu (Aufnahme 2014). Morton Feldman: „In Search of an Orchestration“ für Orchester (1967), hr-Sinfonieorchester, Ltg.: David Robert Coleman (Aufnahme 2012)

21:30 bis 22:30 | hr2-kultur
Neue Musik: Werkzeuge der Neuen Musik – Stimme, Teil 2

Von Julia Mihály. Schon die Alten wussten, Musik ist erst Musik, wenn sie klingt. Das ist in der zeitgenössischen Musik nicht anders als in der davor komponierten. Zwar hat sie vereinzelt auch Konzepte einer nur Denkbaren oder einer bloß Sichtbaren Musik hervorgebracht, doch nach wie vor sind die allermeisten Partituren des 20./21. Jahrhunderts emphatisch dem Klang verpflichtet. Dazu bedarf es wie eh und je spezieller Werkzeuge. Neben den Stimmen von Frau, Mann und Kind sind das die klassischen Orchester-Instrumente, zudem viele andere: Wiederentdeckungen aus Renaissance und Barock, etwa Blockflöte und Cembalo, Erfindungen wie das Präparierte Klavier, die Doppeltrichter-Trompete, den Synthesizer oder die Glissando-Flöte, Neuentdeckungen wie die japanische Sho, zahlloses Schlagwerk aus aller Welt und aus dem Alltag sowie endlich in die ernste Kunst integrierte Instrumente aus der eigenen Volksmusik, darunter Akkordeon, Mandoline und Zither. In einer mehrteiligen Sendereihe begeben sich viele hr2-Autorinnen und -Autoren auf Spurensuche, sprechen mit exzellenten Interpreten über ihr Klangwerkzeug, mit Instrumentenbauern über neue Anforderungen, mit Komponisten über das Wie und Warum der erweiterten Spielmöglichkeiten und präsentieren die wichtigsten Werke, teils höchst außergewöhnliche Musikstücke.

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte: Studio für Musik

Krzysztof Penderecki: „Violoncello totale“ (Valentin Radutiu, Violoncello); Valentin Silvestrov: „Stille Musik“ (Münchener Kammerorchester: Christoph Poppen); „A mercy of peace“ (Kiev Chamber Choir: Mykola Hobdych); „The Messenger“ (Kremerata Baltica: Gidon Kremer); Viera Janárceková: „Dreifenster-Duo“ (Bianca Breitfeld, Violoncello; Stefanie Schumacher, Akkordeon)

23:03 | Ö1
Abenteuer Improvisationsmusik beim Musik Unlimited Festival (Teil 1) – Musik Unlimited 2016 im Rückblick (Teil 1)

Gestaltung: Nina Polaschegg. Das Festival „Music Unlimited“ zählt zu den traditionsreichen Festivals für improvisierte und experimentelle Musik in Österreich und weit darüber hinaus. Im November 2016 feierte es sein 30-Jahr-Jubiläum, das die „Zeit-Ton“ Redaktion in Kooperation mit der Ö1 Jazz-Redaktion aufgenommen hat. Jedes der Improvisationsfestivals hat seine eigenen Schwerpunkte und Besonderheiten.

„Music Unlimited“, das traditionell im Alten Schlachthof in Wels über die Bühne geht, steht für ein offenes Programm, das sich gerne auch einmal in Richtung experimentelle Rockmusik hin öffnet. Einmalig ist die Art des Kuratierens, denn Wolfgang Wasserbauer und sein Team ernennen alle zwei Jahre einen Gastkurator bzw. eine Gastkuratorin.

Viele von ihnen wie auch unzählige Musikerinnen und Musiker der vergangenen drei Jahrzehnte, waren auch beim Jubiläums-Festival zu hören gewesen. „Zeit-Ton“ gibt in drei Ausgaben einen Einblick in die lebendigen Festivaltage, quasi als Vorgeschmack zur diesjährigen Ausgabe.


29.09.2017


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Klangkunst: Festival mikromusik

daadgalerie Studio, Berlin. Aufzeichnung vom 22. – 27.08.2017. Kompositionen von Max Eastley, Charo Calvo, Arturas Bumsteinas. Produktion: Deutschlandfunk Kultur/DAAD 2017; Länge: ca. 54’30. (Ursendung)

Das Festival „mikromusik“ des Berliner Künstlerprogramms zeigt musikalische Praktiken im Mikrobereich und spielt mit der Mehrdeutigkeit des Begriffs „mikro“. Kompositorische Erkundungen von Mikroräumen, Mikroresonanzen und Mikrotonalität erzeugen ein nuancenreiches Klangbild und thematisieren das Dazwischen. Das Mikrofon als zentrales Instrument in Elektronik und Sound Art wiederum bildet (Klang-)Realität ab und wirkt als Vergrößerungsglas und Ausgangspunkt für Transformation.

Charo Calvo, geboren 1960 in Madrid, lebt und arbeitet in Brüssel. Ursprünglich Tänzerin, Choreografin und Gründungsmitglied der belgischen Tanzkompanie „Ultima Vez“, schuf sie ab 1991 eigene Kompositionen im Bereich der akusmatischen und elektroakustischen Musik. Für „Phonbiographie No. 1“ erhielt sie 2014 den Prix Palma Ars Acustica. 2017 ist sie Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD im Bereich Musik.

Arturas Bumsteinas, geboren 1982 in Vilnius, lebt als Komponist und Medienkünstler in Vilnius Warschau. 2013 wurde seine Komposition „Epiloghi – Sei modi di dire Zangtumbtumb“ (DKultur 2013) mit dem Prix Palma Ars Acustica ausgezeichnet. Arturas Bumsteinas ist 2017 Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD im Bereich Musik.

Max Eastley, geboren 1944 in Torquay, Großbritannien, ist Musiker, Künstler und Sounddesigner. Er gilt als ein wichtiger Vertreter der improvisierten Musik Großbritanniens. Bekannte wurde er zudem mit seinen kinetischen Klangskulpturen. 2017 ist Max Eastley Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD im Bereich Musik.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponisten

Ruth Zechlin: Missa in honorem Sancti Stephani (Anna Borchers, Sopran; Brigitte Lang-Kröger, Alt; Frieder Lang, Tenor; Martin Danes, Bass; Chor der Gesellschaft der Musikfreunde Passau; Angelika Tasler, Orgel; Euregio-Symphonie-Orchester: Jeanpierre Faber); Günter Bialas: „Assonanzen“ (Suk-Quartett); Elena Tarabanova: „Illusions“; Theresa Zaremba: „Impression – Hommage an György Kurtág“ (ensemble oktopus für musik der moderne); Moritz Eggert: „Tetragrammaton“ (Stuttgarter Kammerorchester: Michael Hofstetter); Konstantia Gourzi: „Kastalía“, op. 35 (Michalis Cholevas, Saz; Apollon Musagète Quartett)

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: „Das zerschossene Leben“ – Der Komponist Rudi Stephan

Von Antonia Bruns. Mehr als 17 Millionen Menschen riss der Erste Weltkrieg in den Tod. Einer davon war der junge Komponist Rudi Stephan aus Worms. Als er mit 28 Jahren an die Front berufen wurde, hatte er gerade seine erste Oper vollendet, in München Fuß gefasst und mit seiner „Musik für Orchester“ deutschlandweit auf sich aufmerksam gemacht. Die Presse schätzte seine originelle Klangsprache und sah in ihm sogar den „neuen Mann“ des modernen Musikmachens. Andere reagierten befremdet auf „diese formlose Unmusik“. Heute, 100 Jahre nach seinem Tod, ist sein Nachlass größtenteils verschollen, seine Musik so gut wie vergessen. Wer also war dieser Rudi Stephan, der seine Zeitgenossen so begeisterte und gleichermaßen irritierte? Die Antwort geben Zeitzeugenberichte, Rudi-Stephan-Forscher und vor allem Stephans Werk selbst.

21:05 bis 22:30 | Bayern 2
hör!spiel!art.mix: Anna Zett: Industrie und Glück

Industrie und Glück – Meine Stimme irrt durch ein holistisches System. Von Anna Zett. Realisation: Anna Zett. BR 2017, Ursendung.

Eine Gruppe von Künstler/innen und Heiler/innen trifft sich in einem Gartenhaus zu einem immersiven Experiment. Mit Hilfe eines vom spätmittelalterlichen Tarot de Marseille adaptierten Kartenspiels versuchen sie zwischen der Gegenwart und der mythischen Ära der Weimarer Republik eine drahtlose Verbindung herzustellen. Auf dem Spiel steht die Möglichkeit, mit Hilfe der eigenen Stimme Bedeutung zu erzeugen, Bedeutung zu zerstören, sich aufeinander einzustimmen und mit anderen abzustimmen. Trumpfkarte Nummer 0, früher der Narr, heißt bei ihnen Odradek, nach Franz Kafka ein ungreifbares kindliches Ding ohne Vergangenheit, ohne Zukunft, ein Ding, das ohne Stimme spricht. Um das von der Künstlerin Anna Zett entworfene Kartendeck Industrie und Glück zum Wahrsagen zu bringen, muss jemand Odradek eine Stimme leihen. Doch ein einzelner Körper reicht nicht aus, es braucht gemeinsame Übungen, verbale und non-verbale Kommunikationsversuche. Einzeln und gemeinsam bewegen sich die vier Spieler/innen durch das Ordnungssystem der Karten und des Gartens. Keine/r von ihnen kennt die ganze Erzählung, erst im Prozess des Spiels entsteht die Narration von Industrie und Glück.

„Zwischen Glücksspiel und Wahrsage, Arbeit und Zufall, Netzwerk und Ausdruck erforschen unsere Stimmen das begrenzte Spielfeld einer kapitalistischen Kosmologie und das offene System des sprechenden Körpers. Als sich mit feudalen Motiven illustrierte Spiel- und Trumpfkarten im 15. Jh. in Europa verbreiteten, war die feudalistische Wirtschaftsordnung gerade im Zusammenbruch begriffen. Mein Deck Industrie und Glück basiert auf der Idee, dass die Motive des Kartensystems aktualisiert werden sollten, da gegenwärtig nicht die feudale Ordnung, sondern der demokratische, nationale Kapitalismus in der Krise ist. Tarot, vom surrealistischen Filmemacher und Wahrsager Alejandro Jodorowsky auch als ‚Lotterie der Gedanken‘ bezeichnet, ist nicht unbedingt an einen magischen Ursprungsmythos und vermeintlich universelle aristokratische Symbole gebunden. Im Kapitalismus sind  Tradition und Ritual, als eher Arbeit und Zufall die zentralen Quellen quasi-magischer Sinnproduktion. Ein in Armut geborener Lotterie-Unternehmer hatte in den ‚Goldenen Zwanzigern‘ in einem sächsischen Dorf einen alten Hof mit Wiesenland gekauft und in ein privates Naherholungsgebiet umgewandelt. Heute sitzen wir dort in einem Gartenhaus aus Stein, einst gebaut mit dem Geld von Menschen, die in der Hoffnung auf ein besseres Leben im 20.Jh. Lose gekauft und nichts gewonnen haben. Hier springen nun vier Performer/innen aus den post-faktischen Wirren des Jetzt in den esoterischen Modernismus der Weimarer Republik, um auf dem Weg durch Zufall ihre eigene Stimme zu finden oder die Stimme des Anderen. Die Geschichte wiederholt sich nicht, bloß ich wiederhole mich, erklärt ein Maschinenmensch aus der Ferne.“ (Anna Zett)

Anna Zett, geb. 1983, Künstlerin und Autorin. Ihre performativen, akustischen und filmischen Arbeiten werden in Museen und Projekträumen, im Rahmen von Festivals und Konferenzen gezeigt, darunter Serpentine Gallery London, Whitney Museum New York.

22:00 bis 22:30 | Deutschlandfunk Kultur
Einstand: Eine Chance für junge Musiker – Die Gründung des nationalen Jugendorchesters der Ukraine

Von Lena Perepadya

22:01 | Ö1
Monk, der erste Hipster – Das Jahrhundert des Thelonious Monk

Gestaltung: Klaus Wienerroither. Am 10. Oktober des heurigen Jahres wäre er 100 Jahre alt geworden: Der US-amerikanische Komponist und Pianist Thelonious Monk ist einer der großen Individualisten des Modern Jazz.

Die sehr eigenwillige Rhythmik, Harmonik und Melodik seiner Kompositionen machen ihn zu einem unverwechselbaren Fixstern des Jazzrepertoires. Sein sparsames, genial kauziges Klavierspiel hat vor allem am Beginn von Monks Karriere einige Fans und musikalische Weggefährten verstört. Und mit seiner Vorliebe für ungewöhnliche Kopfbedeckungen, Sonnenbrillen sowie seinem Ziegenbart ist der hünenhafte Mann aus North Carolina auch noch der Prototyp der ersten Hipstergeneration. Die „Spielräume Nachtausgabe“ würdigt einen Unvergleichbaren.


30.09.2017


22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk
Atelier neuer Musik: REVISITED – Forum neuer Musik 2005

Recital Ralph van Raat. Aufnahme vom 5.3.2005 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal. Peter Schat: Anathema; Bart Spaan: Kringen; Gerard Beljon: Beat; Vanessa Lann: Recalling Chimes; Louis Andriessen: Trepidus. Ralph van Raat, Klavier

Als der niederländische Pianist Ralph van Raat zum Forum neuer Musik in den Deutschlandfunk kam, galt er als niederländische Nachwuchshoffnung. Schon damals war sein Faible für zeitgenössische Klänge unübersehbar, ebenso seine Offenheit gegenüber jeder stilistischen Richtung. Aus dieser Haltung heraus, entwarf er pianistisch eine niederländische „Identität“. Was war der Ertrag dieses Abends? – Unter dem Motto „Revisited“ passieren alle Konzerte des Forum neuer Musik aus heutiger Sicht noch einmal Revue.

23:00 bis 00:00 | hr2-kultur
The Artist’s Corner: Hessen hören (19) – Michael Harenberg: Sound FZ (Klänge meiner Ferne) Fritzlar (hr 2012)

In Nordhessen liegt die schöne Kleinstadt Fritzlar, der „Ort des Friedens“, auch wenn es dort seit dem 8. Jahrhundert, in dem Friedeslar sich gründete, nicht immer friedlich zuging. Die Christianisierung der nördlichen Regionen Deutschlands soll hier ihren Anfang genommen haben, und der erste deutsche König, Heinrich I., wurde 919 hier gewählt. Zwei historisch bedeutsame Ereignisse, zu denen sich weitere im Laufe der Jahrhunderte gesellten. Und freilich: Die Stadt Fritzlar mit ihren über 30.000 Einwohnern ist ein einzigartiger Klangort, den der Komponist Michael Harenberg (* 1961), ein Kind der Stadt, das heute an der Hochschule der Künste Bern lehrt, ästhetisch neu vermessen und künstlerisch verortet hat.


01.10.2017


21:01 | Ö1
Ö1 Kunstsonntag: Tonspuren * Tonspuren live: „Immer wenn man etwas sagt, sagt man auch etwas nicht.“ Die Bühnenpoetin Yasmin Hafedh

Moderation: Monika Kalcsics. Wir wagen das Unmögliche und präsentieren erstmals die Sendung „Tonspuren“ live aus dem Radiokulturhaus in Wien. Literatur-Features sind aufwändig gestaltete Sendungen – Kompositionen aus Sound, Musik, Text und Geräuschen. Zum 50. Geburtstag von Ö1 gestalten wir ein Live-Feature mit einer jungen, weiblichen Stimme aus der neuen österreichischen Literatur- und Kunstszene: Yasmin Hafedh.

Ihre Texte sind politisch und ihre Sprache ist sehr bildlich. Auf Bühnen tritt sie meist mit „Spoken-Word“-Texten auf. Yasmin Hafedh wurde 1990 in Wien geboren. Sie schreibt, seitdem sie denken kann. In Düsseldorf hat sie 2009 als erste Österreicherin bei der deutschsprachigen Poetry-Slam-Meisterschaft den Meistertitel in der Kategorie U20 geholt, 2013 als erste Frau den Titel der österreichischen Meisterin erlangt. Als Rapperin Yasmo war sie 2014 für den FM4 Award bei den Amadeus Austrian Music Awards nominiert. In den Tonspuren tritt sie live mit ihren Texten und ihrer Musik auf.

22:08 | Ö1
Battle-ax und Jung an Tagen im Duo beim musikprotokoll – musikprotokoll 2017. Battle-ax und Jung an Tagen

Gestaltung: Heinrich Deisl. An der Viola fasziniert Beatrix Curran aka Battle-ax ihr voller, dunkler Sound, den sie gerne mittels Effekt-Pedal noch eine Oktave tiefer klingen lässt. Als die gebürtige Australierin 2009 im Rahmen eines Austauschprogrammes nach Wien kam, um dort Bildende Kunst zu studieren, entdeckte sie die Welt der Neuen Musik und die experimentelle elektronische Club Musik. Letztere bezeichnete die Künstlerin 2015 in einer Ausstellung im Rahmen der Klangspuren in Schwaz in einer Text- und Fotoserie mit einem Augenzwinkern als vierte Wiener Schule.

Zur Eröffnung der ersten Ausgabe des Hyperreality Festivals der Wiener Festwochen im Mai trat Battle-ax erstmals gemeinsam mit Stefan Juster aka Jung An Tagen auf, der vergangenes Jahr mit seinem Album „Das Fest der Reichen“, erschienen bei dem renommierten Label Editions Mego, aufhorchen ließ. Im Rahmen dieses „Zeit-Ton extended“, an dem wir nicht nur den 50. Geburtstag von Ö1 sondern auch den 50. Geburtstag des musikprotokoll (vor)feiern, werden die beiden nun ihre Zusammenarbeit fortspinnen. „Ich schätze die retroflexive Struktur seiner Musik“, so Battle-ax über Jung An Tagen, „dass man sie also zunächst auf einer kognitiven Ebene erfasst und dann plötzlich möchte man sich bewegen und es wird sehr physisch. Sie ist stabil, aber auch erratisch, – augenblicklich. Hier, glaube ich, treffen wir uns auch. In unser beider Projekte gibt es viel Unmittelbarkeit, auch wenn wir sehr unterschiedliche Produktionsmethoden haben. „Battle-ax ist eine jener drei Musiker/innen, die 2017 vom musikprotokoll für die ICAS Plattform Shape nominiert wurden.

23:00 | Ö1
Ö1 Kunstsonntag: Radiokunst – Kunstradio – „A Painter’s sonic dream“ – neue Radioarbeit von Thomas Ankersmit

Aus Anlass von 50 Jahre Ö1, 50 Jahre ORF musikprotokoll im steirischen herbst und 30 Jahre Ö1 Radiokunst – Kunstradio hat der in Amsterdam und Berlin lebende Musiker und Komponist Thomas Ankersmit seine neue Radioarbeit „A Painter’s Sonic Dream“ entwickelt. Ausgangspunkt für seine neue Radioarbeit ist seine Forschung über den Maler und einen der Begründer der Abstrakten Malerei Piet Mondriaan.

Mondriaan hatte schon vor 100 Jahren visionäre Ideen über radikale abstrakte Kunstformen, nicht nur in der Malerei, sondern auch in der Musik. Bereits rund um 1917 arbeitete Mondrian an seinen Ideen mit elektronischen Frequenzen und den Geräuschen von Elektronen Klangkompositionen zu entwickeln. Er versuchte sogar Instrumente zu bauen um sein Vorhaben umzusetzen, doch er hatte das technische Know-How dafür nicht.

Inspiriert von diesen Ideen wurde 50 Jahre später wurde der Serge Synthesizer von Serge Tcherepnin erfunden. Diesen setzt Thomas Ankersmit in seiner neuen Radioarbeit intensiv ein. Thomas Ankersmit ist Shape Artist 2017.

23:04 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Studio Neue Musik – Short Stories und Sinfonias

Hans Abrahamsen: For Arditti Quartet für Streichquartett / Ten Preludes für Streichquartett; Arditti String Quartet. Hans Abrahamsen: Ausschnitt aus „Ten Sinfonias“ für Orchester; WDR Sinfonieorchester Köln, Leitung: Peter Rundel

Martin Hufner
Chefmitarbeiter bei |

seit 1997 chefökonom der kritischen masse und netzbabysitter der nmz.

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