Das große Porno-Komponisten-Alphabet – K-N

[Achtung: Bitte lesen Sie diesen Artikel nicht, wenn Sie unter 18 Jahren alt sind. Der Inhalt ist explizit und könnte Ihre Gefühle verletzen.]

Alle Kinder haben schon drauf gewartet! Die letzte Folge ist schon Monate her (September 2016). Und endlich, endlich ist sie da: die vierte Folge des großen „Das große Porno-Komponisten-Alphabet“!

Wir begannen im Juli 2016 mit den Buchstaben A bis C, dann folgten im August 2016 die Buchstaben D bis F – und im vergangenen September schließlich alle Porno-Komponisten mit den Buchstaben G bis I. So, let’s celebrate the Buchstaben K bis N!

Marcelo Koc (1918–2006)
Aus der Hüfte heraus kalbte Mutter Koc ihren „kleinen“ Marcelo im Juni 1918 auf die Welt. Es war einst in Vitebsk, Weißrussland. Der Sommer war schwül, die Penisse waren lang – und die Vorzeichen für eine mittelmäßige Karriere waren gut, weil: „b“ und „es“ (also B-Dur oder g-Moll, die großen Schwanz-Tonarten des Barock).

Mit zwanzig Zentimetern Jahren ging es für Koc den langen, sehr langen (und dicken!) Schritt „rübber“ nach South America. Trotz mächtigen Gemächts ließ sich Koc im engen Buenos Aires nieder, um dort Komposition zu studieren. Bald entstanden spritzige Orchester- und Kammermusikwerke, von denen allerdings weder käufliche Aufnahmen noch Mitschnitte auf YouPorn YouTube existieren.

Ende Oktober 2006 starb Koc an einem formschönen Furunkel „unnerum“. Möge es nie vergessen werden!

Johann Georg Lickl (1769-1843), möse er nie vergessen werden!

Johann Georg Lickl (1769-1843), möse er nie vergessen werden!

Johann Georg Lickl (1769–1843)
Wie einst viele Komponisten begann Johann Georg Lickl seine Karriere als Lustknabe Chorknabe. 1769 in Niederösterreich geboren bekam Lickl bei den Weibsbildern seiner Region bald Oberwasser, sprach Engelszungen und enthusiasmierte im „zwischenmenschlichen Bereich“ aufs Heftigste.
1785 ließ er sich tief, tief in Wien nieder und lernte dort seine baldigen Lochschwager Johann Georg Albrechtsberger und Joseph Haydn kennen. In Zusammenarbeit mit Emanuel Schikanen-Eder entstanden zahlreiche Singspiele. Des Weiteren erlickte Langl erlangte Lickl einige Bekanntheit mit seinen Kantaten „Nun lässt du, Herr, in Frieden Scheiden“ LickWV 69 und „Wer will uns Scheiden scheiden von der Liebe Gottes?“ LickWV WoO.

Kurz vor seinem Tod am 12. Mai 1843 vollendete Lickl seine jüngst wiederentleckte und erfolgreich von Johannes Moesus uraufgeführte Passions-Kantate „Membra Jesu Fotzi“.

Georgi Muschel (1909–1989)
Georgi Alexandrowitsch Muschel war ein russischer Komponist, über den während seines Studiums am Moskauer Konservatorium bereits eifrig getuschelt wurde. Aufgrund eines Sprachfehlers – Georgi Muschel nuschelte – konnte sich der Komponist, fernab jeglicher körperlicher Verlockungen, ganz auf die Schaffung vor allem zahlreicher Kammermusiken zum Thema „Meer“ konzentrieren.

Am 25. Dezember 1989 verstarb Muschel nach einem Quallenbiss, den er sich im Schwanzen Meer zugezogen hatte.

Jan Paul Nagel (1934–1997)
Ganz anders Jan Paul Nagel! Der 1934 in der Nähe von Bautzen geborene sorbische Komponist war sein Leben lang sorbenfrei und konnte sich stets an der Arbeit an Lieblingsgliedern wie „Guten Morgen, liebe Sorben“ aufgeilen. Mit Treue hatte es der bald mit „seiner Elke“ verheiratete Nagel nicht so, aber darüber deckt die Musikgeschichtsschreibung bis heute den – an einer bestimmten Stelle mit einem praktischen Loch versehenen – Mantel des Schweigens.

Schade, denn sonst würden gerade aufregende Cunt-Taten wie „Weinen, Klagen, Sorben nageln“ des 1997 in Litschen verstorbenen Komponisten endlich eine angemessenere Rezeption erfahren.

Arno

Arno Lücker wurde 1979 in Braunschweig geboren. Seit 2003 lebt er in Berlin. Dort arbeitet Arno Lücker als Musiktheater- und Konzert-Dramaturg.

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