Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 12. bis 18. Juni 2017

Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 24. Portraits und Schwerpunkte gibt es zu: Wittener Tage für neue Kammermusik 2017, Litauens junge Komponistenszene, das britische Ensemble Distractfold, Musikforum Viktring 2017, Eunoia Quintett, Ensemble Contrechamps, Jugend jazzt 2017, Klangkunst documenta 14, Konzerthaus Blaibach, 50 Jahre Summer of Love, Rostrum of Composers – der Songcontest der Neuen Musik und zu Conlon Nancarrow, Unsuk Chin, Vinko Globokar, Rolf Riehm, Vivi Vassileva, Juan Allende-Blin, Michael Riessler, Johannes Wallmann und Bronislaw Huberman.


12.06.2017


21:04 bis 22:00 | rbb-kulturradio
Musik der Gegenwart. Die Wittener Tage für neue Kammermusik 2017

Mit Andreas Göbel. In diesem Jahr stand das Festival für Neue Musik ganz im Zentrum des Komponisten Nicolaus A. Huber. Ein weiterer Schwerpunkt waren neue Kompositionen für Streichquartett, aber auch für Doppelquartett bzw. für acht im Raum verteilte Streicher in einem Aufeinandertreffen zweier Streichquartettgenerationen: den Altmeistern vom Arditti Quartet und dem jungen JACK Quartet.

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik: Litauens junge Komponistenszene

Von RamunÄ KazlauskaitÄ. Vier Vertreter der jungen litauischen Musikszene: Lina LapelytÄ, JustÄ JanulytÄ, Artûras Bumðteinas und Rûta VitkauskaitÄ. Vier Komponistenbiografien, die vom „klassischen“ Weg abweichen. Die sich von der üblichen Vorstellung, was ein Komponist ist, absetzen. Die musikalische Entwicklung dieser heute 30-Jährigen beginnt 1990, mit der Unabhängigkeit Litauens und der Möglichkeit an globale Tendenzen anzuknüpfen. Mit originellen Strategien und großer Experimentierlust entstehen heute vielfach Werke, die eine ganz eigene Handschrift tragen. RamunÄ KazlauskaitÄ stellt die wichtigsten Protagonisten dieser Szene vor.

23:03 | Ö1
Zeit-Ton: „Mondparsifal Alpha 1 – 8“, Bernhard Langs neueste Wagner-Reflexionen bei den Wiener Festwochen.

Gestaltung: Reinhard Kager. Bereits 1985 grübelte Bernhard Lang in der Bibliothek der Musikuniversität Graz über Richard Wagners „Parsifal“: „Mich faszinierte damals schon die ungeheure Statik des Dramas, das eigentlich Untheatralische, die unendlichen Monologe, der mystische Schluss; … Ent-Zeitlichung, Rauschmusik, Theatermagie, danach suchte ich hier“. So erinnert sich Lang an seine damaligen Gedanken über Wagners Bühnenweihfestspiel im Programmheft der neuen Staatsopern-Produktion. Nach mehr als 30 Jahren erteilt der oberösterreichische Komponist nun seine musikalische Antwort: Unter dem Titel „Mondparsifal Alpha 1-8 (Erzmutterz der Abwehrz)“ gelangt am 4. Juni bei den Wiener Festwochen Langs neuestes Musiktheater zur Uraufführung. Gespielt vom Klangforum Wien unter Simone Young, in einer Inszenierung von dem prominenten Künstler Jonathan Meese, der auch die Bühnenausstattung des Abends entwirft. Was Lang über das ursprünglich „ParZeFool“ betitelte Stück bereits verriet: Es wird der Zeitstruktur der Wagner-Oper folgen, also rund 200 Minuten dauern, auch alle Protagonist/innen sind – mit Ausnahme Titurels und einiger Blumenmädchen – vertreten; sogar Wagners Text findet in Auszügen Verwendung, doch am Ende wird Kundry siegen. Musikalisch folgt Lang den Kompositionstechniken, die er in seiner Werkreihe „Differenz/Wiederholung“ entwickelte: Es darf also mit Wagners-Loops gerechnet werden.


13.06.2017


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: „There was nothing for us waiting“. Das britische Ensemble Distractfold

Von Leonie Reineke. Als musikalisches Selbsthilfeprojekt gestartet, kultiviert Distractfold einen eigenwilligen Programmstil.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponisten

Alexander Strauch: „So what? – Putin & Tchaikovsky“ (Johannes Gutfleisch, Violoncello; Andreas Skouras, Klavier); Volker Nickel: Drei kurze Szenen (Xsemble München); Tom Sora: „frei sein“ (Johannes Öllinger, Martin Steuber, Gitarre und Sprecher); Nikolaus Brass: „Zeichen, Zeichnungen – Drawings“ (TrioCoriolis); Helga Pogatschar: „Inanna“, Kraut und Wasser des Lebens (Claudia Matussek, Bettina Koziol, Merit Ostermann, Gesang; Diana Boskovic, Flöte; Veaceslav Cernavca, Klarinette; Roland Merz, Violoncello; Jochen Brennich, Orgel; Helga Pogatschar, Electronics; Marika Falk, Perkussion); Nicolaus Richter de Vroe: „Rinzai“ (Xsemble München: Frank Reinecke); Thomas Lachnit: „Gitanjali“ (Monika Brustmann, Sopran; Thomas Lachnit, Klavier; Andreas Schumacher, Martin Ruhland, Schlagzeug); Christoph Reiserer: „Vier Quartette – eins“ (Xsemble München)

22:30 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte – ARD-Themenwoche: „Woran glaubst Du?“. Gotteslob nach Gottes Tod. Spiritualität in der Neuen Musik

„Keine Religion. Mit dem Tod ist finita la commedia.“ So lapidar brachte es Hans Werner Henze auf den Punkt. Und sein Kollege Iannis Xenakis behauptete: „Die Gottesvorstellung hat der menschlichen Freiheit sehr geschadet.“ Henze und Xenakis waren bekennende Atheisten – wie Pierre Boulez, wie Lucianio Berio, wie Luigi Nono und viele andere. Während Komponisten früherer Epochen ihrem Glauben ganz selbstverständlich Ausdruck verliehen hatten, inbrünstig oder zweifelnd, jubilierend oder zerknirscht, schien die Musik der Avantgarde nach dem Zweiten Weltkrieg eine Musik ohne Gott zu sein. Der Serialismus war Garant für Rationalität und ließ keinen Raum für Spiritualität. Oder doch? Erst später stellte sich heraus, wie sehr die scheinbar so abstrakten Klanggebilde eines Karlheinz Stockhausen schon damals von religiöser Symbolik durchdrungen waren. Inzwischen hat sich die geistliche Musik wieder einen festen Platz im Formenkanon der Neuen Musik zurückerobert. Und auch wenn die Philosophie längst Gottes Tod verkündet hat, ist die Musik vielfach zum Gotteslob zurückgekehrt. Im Rahmen der ARD-Themenwoche „Woran glaubst Du?“ zeichnet Thorsten Preuß Einzelporträts prominenter zeitgenössischer Komponisten, deren Werk ganz maßgeblich von einer tiefen Spiritualität gekennzeichnet ist. Zu Wort kommen ein protestantischer Mystiker und ein esoterischer Katholik, aber auch ein buddhistischer Gottsucher, ein praktizierender Jude und ein Mormone auf dem Weg zum Hinduismus.

23:03 | Ö1
Zeit-Ton: Musikforum Viktring 2017. All Young Stars.

Gestaltung: Angelika Benke. Das Musikforum Viktring in Kärnten steht heuer ganz im Zeichen von „Diversity“, der Unterschiedlichkeit und Vielfalt im internationalen und lokalen Raum. Gleichzeitig wird auch das 40-jährige Bestehen des BRG Viktring gefeiert, das in den Räumlichkeiten des Stiftes Viktring untergebracht ist und immer in enger Verbindung zum Musikforum stand. Der Schwerpunkt der Schule ist die musische Ausbildung, etliche bedeutende Musiker/innen sind aus ihren Reihen hervorgegangen. So haben auch der Solocellist der Berliner Philharmoniker, Knut Weber, und der Konzertmeister des Symphonischen Orchesters des RTV Slovenia das BRG Viktring besucht. Gemeinsam mit dem Spittaler Oboisten Markus Sepperer und der Pianistin Neli Fheodoroff haben die Musiker schon am 26.Mai ein Konzert im Rahmen des Musikforum Viktring gestaltet, – „All Young Stars“. Angelika Benke bringt in der Sendung Ausschnitte aus diesem Konzert, bei dem unter anderem Werke von Bertl Mütter und Julian Gamisch auf dem Programm standen. Gamisch hatte 2012 den zweiten Preis und 2015 mit „tropical garden“ den ersten Preis des Gustav Mahler Kompositionspreises erringen können.


14.06.2017


00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Fränkische Komponisten

Roland Schmidt: „B-A-C-H“ (Cabaza Percussion Quartet); Joachim F.W. Schneider: „PlingPlong“ (Stefan Barcsay, Gitarre; Joachim F.W. Schneider, Spieluhr); Jürgen Schmitt: „Epitaph“ (Susan Wenckus, Klavier; Markus Stange, Markus Hauke, Michael Kiedaisch, Schlagzeug); Robert HP Platz: „Sekundenstücke“ (Jessica Ling, Violine; Paul Beckett, Viola; Michele Marco Rossi, Violoncello); Klaus Hinrich Stahmer: „Commentaires“ (Axel Fries, Schlagzeug); Gernot Tschirwitz: „Vor Tag“ (Sven Witzemann, Klavier); Walter Zimmermann: „Northwest-Passage“ (Neophon Ensemble: Konstantin Heuer)

20:00 Uhr | SRF2-kulturradio
Conlon Nancarrow und seine Ton-Tornados

Conlon Nancarrow: Ein amerikanischer Komponist, der als Jazztrompeter begann. Dann engagierte er sich im spanischen Bürgerkrieg gegen Franco, kam nach Amerika zurück – war aber jetzt, ab 1940, nicht mehr wohlgelitten in seiner Heimat und zog sich ins Exil nach Mexiko zurück.

20:04 bis 22:00 | WDR 3
WDR 3 Konzert: ACHT BRÜCKEN | Musik für Köln. Unsuk Chin im Portrait II

Unsuk Chin: Graffiti für großes Ensemble / Klavierkonzert / Puzzles and games from Alice in Wonderland, Fassung der Konzertsuite für ACHT BRÜCKEN | Musik für Köln Siobhan Stagg, Sopran; Sunwook Kim, Klavier; SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, Leitung: Tito Ceccherini. Aufnahme aus der Kölner Philharmonie .“Meine Musik ist das Abbild meiner Träume.“ sagt Unsuk Chin. Und ihre Träume hat sie in „Alice in Wonderland“ wiedererkannt: darüber war sie fasziniert und verblüfft, hat die südkoreanische Komponistin Unsuk Chin in einem Interview bekannt. In ihrer Oper „Alice in Wonderland“ spielt sie „mit musikalischen Bedeutungen durch Bezüge auf verschiedene Stile, und dieser parodistische Stil stellt die unterschiedlichen Charaktere der Oper heraus.“ Für das Festival Acht Brücken hat Unsuk Chin aus ihrer Oper „Alice in Wonderland“ eine neue Konzertsuite „Puzzles and games“ für Sopran und Orchester angefertigt. Das Ensemblestück „Graffiti“ ist von einer Vielschichtigkeit verschiedener Texturtypen geprägt. Es bewegt sich musikalisch „zwischen Ungeschliffenheit und Kultiviertheit, Komplexität und Transparenz“ – so Chin. In ihrem Klavierkonzert wollte die Komponistin die spielerische, virtuose Seite des Klaviers betonen. Dabei entwickelt sich die Musik laut Chin „quasi spontan aus einer Keimzelle, wo einfache Regeln höchst komplexe, unvorhersehbare Ergebnisse produzieren.“

21:00 Uhr | SRF2-kulturradio
Genf-Basel retour – Eunoia Quintett und Ensemble Contrechamps

Zwei Ensembles entwickeln ein virtuoses Konzertprogramm, das zwei gegensätzliche Formen zeitgenössischer Ensemblebesetzung zusammenführt und dabei auch die regionale Herkunft der Ensembles musikalisch untersucht.

21:00 bis 22:00 | NDR Kultur
neue musik: Woran Komponisten heute glauben

Von Margarete Zander. „Wir sind doch hier nicht in einem Priesterseminar!“, entrüstete sich ein Professor einer Musikhochschule, als Mark Andre in einem Vortrag über die Hintergründe eines seiner Werke sprach. HJ – heißt „Hilf Jesus“ man kann es aber einfach nur „Hey“ aussprechen. „Hallo“. Den Klangraum kann jeder betreten. Nicht religiös, aber vom Sufi beeinflusst beleuchtet der palästinensisch-arabische Komponist Samir Odeh-Tamimi eine „L’Apocalypse Arabe I“. Musik als Glaubensbekenntnis?

21:04 bis 22:00 | rbb-kulturradio
Musik der Gegenwart. Neue Musik und Elektronik

Mit Margarete Zander. Die Verwendung von elektronischen Mitteln ist in der Neuen Musik längst gängiger Standard, sei es als Zuspiel oder in Form von Live-Elektronik. Ein Überblick über Entwicklungen in Sachen Elektronik, u. a. mit Aufnahmen des IRCAM und des Experimentalstudios Freiburg.

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik. SWR JetztMusik Donaueschingen (Ensemble asamisimasa)

Luis Antunes Pena: Caffeine (2015) für Klarinette, Violoncello, E-Gitarre, Klavier, Schlagzeug und Elektronik / Johannes Kreidler: Diminuendo by Shame (2014) für 5 Instrumente und Video / Matthew Shlomowitz: Popular Contexts, Volume 7: Public Domain Music (2014) für Klarinette, E-Gitarre, Synthesizer und Sampler, Drum-Kit und Violoncello (Konzert vom 13. Mai 2017 im Strawinsky Saal, Donauhallen, Donaueschingen).

Das Ensemble asamisimasa aus Norwegen hat sich in der Neuen Musik-Szene einen Namen gemacht für seine medienübergreifenden Performances. Video, Theater und Konzert gehen in seinen Konzerten eine eigenwillige, oft auch humorvolle Symbiose ein. Die Musiker sind keine „Vom Blatt Spieler“, wenngleich sie ihre Grundlagen im klassischen Handwerk haben. Die Konzerte von asamisimasa sind von großer konzeptueller Qualität und entstehen in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Komponisten. Das gilt auch für das Konzert „Private Muusic“ und in dessen Kontext vor allem für dem amerikanischen Komponisten Matthew Shlomowitz. Er ist nicht nur Komponist, sondern selbst auch Performer, nicht nur der eigenen Werke. Beides prägt auch die Serie „Popular Contexts“, die er mit asamisimasa erarbeitet hat. Auch bei Johannes Kreidler kommt multimedialer Einsatz im performativen Sinne zum Tragen. Luis Antunes Pena rundet das Konzert mit einem entsprechenden Konzertstück ab. Schließlich ist auch der scheinbar rätselhafte Name des Ensembles ein Konzept für sich: Er leitet sich vom Zauberwort „asanisimasa“ aus Federico Fellinis, das Kino selbst reflektierenden Film „8 ½“ ab. Es bedarf nur einer kleinen Buchstabenverschiebung und schon wird aus dem Film Musik.

23:03 | Ö1
Zeit-Ton. Zeit-Ton Magazin.

Rückblick, Vorschau und aktuelle Veröffentlichungen. Gestaltung: Heinrich Deisl


15.06.2017


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Kammer-Musik als Work in Progress

Jörg Mainka: Streichquartett Nr. 1 ‚vorläufiges End-Spiel‘ (2010) Sonar Quartett / ‚Venezianische Eröffnung‘, Musik für zwei Gitarren (2011) Aleph Gitarrenquartett / ‚Wie er lächelt, mild und leise‘ für zwei Klaviere (2010) Sven Kiebler und Elmar Schrammel, Klaviere / ‚transformation tournante‘, Musik für Oboe, Violoncello und Klavier (2010) Mitglieder des Ensemble Modern / Streichquartett Nr. 2 ‚Trailer‘ (2017) Sonar Quartett

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponisten

Jörg Widmann: „Nachtstück“ (Jörg Widmann, Klarinette; Jan Vogler, Violoncello; Ewa Kupiec, Klavier); „Hallstudie!“ (Irene Russo, Klavier); Rodion Schtschedrin: „Der versiegelte Engel“ (Jonas Häusler, Daniel Krähmer, Knabensopran; Henrik Wiese, Flöte; Chor des Bayerischen Rundfunks: Stefan Parkmann); Josef Anton Riedl: „Glas-Spiele“, Version 2 (Lorenzo Ferrero, Johannes Göhl, Michael Hirsch, Stephen Montague, Florian Tielebier-Langenscheidt, Alberto Vignani, Perkussion; Leitung: Josef Anton Riedl)

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
Klassik Plus – ARD-Themenwoche: „Woran glaubst Du?“. „Wie klingt Gott?“ Spiritualität in der russischen Musik

Von Julia Smilga

20:04 bis 22:30 | SR2 KulturRadio
Mouvement. Jugend jazzt 2017

Eröffnungskonzert der 15. Bundesbegegnung Jugend jazzt. Direktübertragung aus der Hochschule für Musik Saar

21.30-23.00, hr2-kultur
Mehr Widerstand, bitte! – Die Tagebücher des Posaunisten und Komponisten Vinko Globokar

Eine dreiteilige Sendung von Werner Klüppelholz. Teil 1: Der Dirigent ist außer sich anschl. Neue geistliche Musik mit Werken von A. Schnittke, W. Rihm und E. Rautavaara. Am Mikrofon: Stefan Fricke

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Weil das Politische in allem steckt. Zum 80. Geburtstag des Komponisten Rolf Riehm: sogenannt linksradikal, eigenwillig, explosiv

Der 1937 in Saarbrücken geborene Komponist Rolf Riehm, der seit seiner Studienzeit mit ein paar Unterbrechungen in Frankfurt lebt, ist bekannt dafür, frei und weit zu denken: klanglich, konzeptuell, menschlich. Über die letzten sechs Jahrzehnte hinweg hat er eine individuelle Klangsprache entwickelt, die Klangschönes genauso zulässt wie Spröde-Geräuschhaftes. Riehm war Solo-Oboist, Dozent an der Musikschule und Professor für Komposition und Tonsatz in Frankfurt. Er gehörte dem Sogenannten Linksradikalen Blasorchester an, hielt Vorträge und Workshops rund um den Globus. Ob Rolf Riehm wirklich gänzlich ohne System arbeitet, wie es in diversen Artikeln heißt, wie sich der Musikbetrieb in seinen Augen seit seiner Studienzeit bei Wolfgang Fortner verändert hat und was dabei gleich geblieben ist –  darüber spricht Kristin Amme mit dem Komponisten.


16.06.2017


00:05 bis 05:00 | Deutschlandfunk Kultur
Klangkunst documenta 14: Every Time A Ear di Soun. (Ursendung)

  • Rundfunk Aeterna – Von Jan-Peter E.R. Sonntag. Eine Radiooper, Länge: 52’44
  • Short Waves‘ Transit Tales – Von Anshuman Dasgupta und Sanchayan Ghosh Länge: 45’07
  • Transmissions – Von Soundwalk Collective. Komposition und Realisation: Soundwalk Collective (Stephan Crasneanscki, Simone Merli, Kamran Sadeghi) Länge: 49’30
  • The War of the Worlds – Von James Webb. Länge: 47’56
  • Signal Echo: the documenta Files – Von drog_A_tek Länge: 33’46

Sonderausgabe der Klangkunst zur Eröffnung des documenta 14-Radiosenders ‚SAVVY funk‘ mit Hörstücken aus der Radio-Ausstellung ‚Every Time A Ear di Soun‘. ‚Every Time A Ear di Soun‘ ist eine gemeinsame Radiokunst-Ausstellung von documenta 14 und Deutschlandfunk Kultur. Sie zeigt 30 neue Hörstücke von internationalen Künstlerinnen und Künstlern. Diese Klänge werden von acht Rundfunksendern auf der ganzen Welt ausgestrahlt – und sie er scheinen im ‚ Klangkunst‘ -Programm von Deutschlandfunk Kultur während des documenta-Zeitraums vom 8. April bis zum 17. September. Der Titel der Ausstellung ist einem Song des jamaikanischen Dub-Poeten Mutabaruka entlehnt. Er bedeutet ‚ Immer wenn ich den Klang höre‘.

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK (Wiederholung am Samstag, 14.05 Uhr)
Das Musik-Feature: Der Asterix der Oberpfalz – Wie Blaibach zu seinem Konzerthaus kam

Von Bettina Mittelstraß. „Es war nichts mehr los bei uns“, sagt Rüdiger Doerk. „Bürgersteige hochgeklappt, nachdem man morgens die Semmeln geholt hat.“ Der Wirt hat ein Gasthaus in Blaibach, einem kleinen Dorf im Bayerischen Wald, und kam lange Zeit mit seiner Frau gerade so über die Runden. Blaibach hatte ein Problem wie viele ländliche Ortschaften: eine öde und verlassene Ortsmitte. Überalterung der Bevölkerung, Geschäfte, die abwandern oder schließen müssen. Kein Tourismus, keine Einnahmequellen mehr. Bis Thomas E. Bauer – weltweit erfolgreicher Bariton, der im Nachbardorf geboren wurde – mit der Idee ankam, ausgerechnet dieses Dorf mit Hochkultur in einem modernen Konzerthaus vor dem Ausbluten zu retten. Sein unbeugsamer Enthusiasmus und besonderes Redetalent überzeugten die Gemeinde Blaibach und Kämpfernaturen wie Rüdiger Doerk. Seit 2014 steht es nun da – das Konzerthaus – und lockt die internationale Musikwelt in den Bayerischen Wald. Leicht war der Weg bis dahin keineswegs, und noch profitiert nicht jeder im Dorf von der zauberhaften Stahlkraft der neuen Ortsmitte. Aber Kultur, so Bauers Mantra, sei ein „harter Standortfaktor“ – sie spende Identität und Hoffnung und rege damit eine neue Wertschöpfungskette an.

21:05 bis 22:30 | Bayern 2
hör!spiel!art.mix: Peter Weiss: Abschied von den Eltern (2/4)

Mit Robert Stadlober. Komposition: The Notwist. Regie: Karl Bruckmaier. BR 2013: Abschied von den Eltern erscheint als erster Teil einer autobiografischen Künstlerprosa, die in Fluchtpunkt (1962) ihre Fortsetzung findet. Obwohl Peter Weiss immer sehr nah an seinen persönlichen Erfahrungen bleibt, bekommen seine Schilderungen etwas entwicklungspsychologisch Allgemeingültiges. Gleichzeitig schafft er durch die differenzierte Beschreibung des Einflusses von Familie auf das Individuum auch eine kritische Betrachtung des konservativen Bürgertums Mitte des 20. Jahrhunderts, wodurch seine Erzählung zu einem wichtigen Werk für die Jugendprotestbewegung von 1968 wurde. Die Stimmung der hier ungekürzten Audiofassung der Erzählung wird auch durch den Sound der Independent Band The Notwist zur Geltung gebracht. Grundlage für die musikalischen Intermezzi sind acht Collagen, die Peter Weiss 1962 zu Abschied von den Eltern angefertigt hat, um die Geschichte mit anderen Mitteln noch einmal zu erzählen.

Peter Weiss, geb. 1916 in Nowawes (heute Potsdam). Sohn eines jüdische Textilfabrikanten ungarischer Herkunft und einer deutschen Schauspielerin. Deutsch-schwedischer Schriftsteller, Maler, Filmemacher und Illustrator. 1934 Tod der Schwester Margit und Emigration über London nach Prag. Studium der Malerei an der Prager Kunstakademie. 1938 Aussiedlung über die Schweiz ins Exil nach Schweden. Durch intensiven Briefwechsel mit seinem Idol Hermann Hesse Bestärkung zur künstlerischen Arbeit. In den 30er-40er Jahren vorrangig Beschäftigung mit expressionistischer Malerei. Ab den 50er Jahren erste kleinere Erfolge als Experimentalfilmer. 1960 Durchbruch mit „Der Schatten des Körpers des Kutschers“ und Aufnahme in die Künstlerverbindung Gruppe 47. Auf die surrealistische Prosa folgen politische Werke analytisch-dokumentarischen Charakters. Zentral ist dabei die vergangenheitspolitische Aufarbeitung Europas in der Kunst. Weiss propagiert, Kunst und Leben nicht zu trennen. 1982, im Jahr seines Todes, sollte Weiss mit dem Georg-Büchner-Preis geehrt werden, er erhält die Auszeichnung posthum. Werke u.a. „Dokument I/Der Vogelfreie. Erzählung“ (1949), „Abschied von den Eltern. Erzählung“ (1961), „Fluchtpunkt. Roman“ (1962), „Die Ästhetik des Widerstands“ (3 Bände; 1975, 1978, 1981), „Die Versicherung“ (1971), „Hölderlin. Stück in 2 Akten“ (1971). Hörspiele u.a. „Die Ermittlung“ (ARD/DRS 1965), „Die Ästhetik des Widerstands“ (BR/WDR 2007), „Der Schatten des Körpers des Kutschers“ (BR 2009).

22:00 bis 22:30 | Deutschlandfunk Kultur
Einstand: Wildfang! Trommelpriesterin? Die Schlagzeugerin Vivi Vassileva

Ein Porträt von Elgin Heuerding. Ihr Name ist Programm: Vivi Vassileva mag es lebendig. Auf der Bühne will sie Spaß haben. Doch Virtuosität ist für die junge Percussionistin kein Selbstzweck. Sie ist immer auf der Suche nach dem Klang voller Poetik und Ausdruckstiefe. Und dafür kann sie alles verwenden: Gongs und Glockenspiele, das Marimbaphon und die Djembe, manchmal reichen auch Hände oder Kisten.

23:03 | Ö1
Spielräume – Nachtausgabe: (Fortsetzung). 50 Jahre Summer of Love: „… wear flowers in your hair“. Die Hippies und ihr Sommer – San Francisco und Monterey.

Gestaltung: Elke Tschaikner und Christian Scheib. Genau an diesem Wochenende vor 50 Jahren fand das legendäre Monterey Pop Festival statt. Im Rahmen unserer vielfältigen Geburtstagsfeierlichkeiten zu 50 Jahre Ö1 wollen wir auch an den kalifornischen „Summer of Love“ vor ebenfalls genau 50 Jahren denken. Eine illustre Gästerunde tauscht Erinnerungen aus, teilt Ein- und Ansichten und natürlich viel Musik: Wolfgang Kos, Popmuseumsdirektor; Hannes Rossacher, Filmemacher; Carol Koch, Radiomoderatorin in New York 1967; Schiffkowitz, STS-Mitglied; Christian Fennesz, Musiker; Sabine Nikolay, Radiojournalistin; Thomas Epple, Vinylliebhaber sind die Gäste von Elke Tschaikner und Christian Scheib. (Eine überarbeitete Fassung einer Sendung aus 2007) Ausgerechnet „Family Dog“ nannte sich eine Organisation, die aus dem Hippie Chet Helms und seinen Freunden bestand, und die ein kleines altes Theater in San Francisco bespielte, den Avalon Ballroom. In den knapp drei Jahren rund um 1967, in denen Family Dog dort residierte, war es ein zentraler Ort der Hippiekultur und es war beispielsweise dieser Chet Helms, der 1966 eine alte Freundin aus Texas anrief, sie möge doch nach San Francisco kommen, um mit der Band zu spielen, die er in seinem Thetaer gerade managen würde. Die Band hieß Big Brother and the Holding Company und die Freundin hieß Janis Joplin. Jene lokalen Bands, die man sich in diesen Hippietagen an diesem Ort erwarten würde, waren hier, von den Quicksilver Messenger Service über eben Joplin mit Big Brother zur Butterfield Blues Band, und für jede Auftrittsserie wurden grandios psychodelische Plakate entworfen. Rundherum in der Stadt brodelte es, im Laufe des Jahres 1967 wurde aus einer großen Hippie-Community eine übergroße Bewegung, The San Francisco Oracle machte sich zum Themen bestimmenden Printmedium, The Diggers bespielten mit aktionistischem Theater die ganze Stadt. So weit entspricht alles dem gern nacherzählten Mythos: Der Summer of Love von 1967 als Zentrum einer sich-selbst-generierenden, quirligen, bunten, überraschenden, irgendwie drogenbeinflussten, irgendwie surrealen Welt der Liebe und der Musik und eines neuen Lebenskonzepts ingesamt. Wahrlich überraschend mag da vielleicht sein, dass der Begriff „Summer of Love“ nicht zufällig entstanden war, sondern einer von den eingangs genannten Kulturaktivisten geplanten Marketing-Aktion entsprang, um dem damals gängigen Klischeebild vom bekifften, am Straßenrand um Geld bettelnden Hippie ein positives Branding entgegenzusetzen. Und dass dies so dermaßen gründlich und über Jahrzehnte wirkmächtig gelang, hat nicht zuletzt auch damit zu tun, dass man zwecks Durchsetzung sogar eine Art Regierung der Hippiebewegung gründete, das Council for the Summer of Love. Während gleich von Anfang an die Touristenbusse nach Height Ashbury umorganisiert worden waren, um die Hippies zu bestaunen, gab es von Innen heraus ja genug ernsthaft Gemeintes zu organisieren: Free Stores, Sweep-Ins, auch die Free Health Clinic, die bis heute existiert und übrigens unter anderem von Geld der Monterey Pop Foundation finanziert wird, eine Stiftung, die wiederum aus der bis heute andauernden Vermarktung des The Monterey International Pop Music Festival aus 1967 gespeist wird. In Frühling und Sommer des Jahres 1967 kamen dann aus den ganzen USA Schulkinder und Studenten nach San Francisco. Bemerkenswert ist eine weitere wohlüberlegte und sehr erfolgreiche Marketingaktion: John Philips, einerseits Mitglied der ebenfalls auftretenden, prototypischen Hippie-Band The Mamas & The Papas, zugleich einer der beiden Organisatoren des Monterey Pop Festivals und darüber hinaus Jugendfreund des ebenfalls auftretenden Sängers Scott McKenzie, dieser John Philip schrieb und produzierte für seinen Jugendfreund einen Song mit dem Zweck, dem Festival schon vorweg eine Art Hymne zu verpassen, und dieses Lied sollte erstens zum Lebenshit von Scott McKenzie werden und wurde zweitens tatsächlich die Hymne einer ganzen Jugendkultur: San Francisco (Be Sure To Wear Flowers In Your Hair).


17.06.2017


14:05 bis 15:00 | BR-KLASSIK (Wiederholung vom Freitag, 19.05 Uhr)
Das Musik-Feature: Der Asterix der Oberpfalz

22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk
Atelier neuer Musik: „Ich fühlte wie Skrjabin“. Juan Allende-Blin traf Iwan Wyschnegradsky

Von Georg Beck. Fotografien dokumentieren den Charakterkopf: hohe Denkerstirn, zurückgekämmte Haare, der ganze Künstlerernst in kargen Gesichtszügen. Dazu diese Augen, die in die Ferne gehen. Iwan Wyschnegradsky, geboren 1893 im zaristischen Russland, Skrjabinist der ersten Stunde, begeistert von den Hammerschlägen der Revolution, bis er deren Erstarrung ausweicht nach Paris. Dort entsteht der Hauptteil seines visionären Werkes, das sich um Farben, um Vierteltöne dreht, um die Synthese der Elemente der Künste. 1978, im Jahr der Erstaufführung des 1916/17 entstandenen Orchesterwerkes ‚la journée de l’existence‘, trifft Juan Allende-Blin ihn in dessen Pariser Wohnung.

22.04 – 00.00 Uhr | WDR 3
Michael Riessler 60: Sirenen und Revisionen

Andere wären schon froh, wenn sie so halb so brillant Klarinette spielen könnten. Der hochdekorierte Virtuose, Bandleader und Filmkomponist Michael Riessler hat seit den 90er Jahren auch noch zahlreiche Hörstücke für den WDR realisiert. In seinen Radiokompositonen hat er mit Magiern gearbeitet, Shakespeare-Sonette tanzen lassen, Werbejingles dekonstruiert oder Tischgespräche musikalisch inszeniert. Die mittelalterliche Liebesgeschichte von Heloise interessierte ihn genauso wie Claude Simons Blick auf Mirós Holzschnitte. Aus Anlass seines 60. Geburtstags sendet WDR 3 Open Sounds Riesslers Chorstück „Sirens“ und seine Zusammenarbeit mit dem 2014 verstorbenen Schriftsteller Urs Widmer, „Vorher-nachher“.


18.06.2017


20.04-23.00, hr2-kultur
Johannes Wallmann: „Ich schweige nicht“ aus dem Jürgen-Fuchs-Zyklus

Katharina Hohlfeld, Sopran / Matthias Vieweg, Bariton / Adam Weismann, Percussion / Matthias Badczong, Saxophon, Klarinette / Winfried Rager, Saxophon, Klarinette / Andrei Lakisov, Saxophon, Klarinette / Ivan Tumanov, Saxophon, Klarinette. Leitung: Lennart Dohms (Aufnahme vom 28. Oktober 2014 aus der Friedrich-Schiller-Universität, Jena)

22:00 bis 22:30 | Deutschlandfunk Kultur
Musikfeuilleton: Eine Faust gegen den Antisemitismus – Bronislaw Huberman, Geigenvirtuose und Gründer des Palestine Symphony Orchestra

Von Kira Alvarez. Der polnisch-jüdische Geigenvirtuose Bronislaw Huberman (1882 – 1947) war ein Aktivist der paneuropäischen Bewegung und ein vehementer früher Kritiker des Naziregimes. Er half vielen deutsch-jüdischen Musikern, aus Nazi-Deutschland zu fliehen, und gründete 1936 das Palestine Symphony Orchestra, das heutige Israel Philharmonic Orchestra. Hubermans Leben war geprägt von Musik und Politik – und er verband diese scheinbaren Gegensätze auf kunstvolle Weise.

22:05 | Ö1
Siegerstücke des Rostrum of Composers (3). Rostrum of Composers – der Songcontest der Neuen Musik (Teil 3).

Es ist der Song-Contest der Neuen Musik: Einmal im Jahr kommen Musikredakteur/innen aus aller Welt zusammen, um die besten Radioaufnahmen zeitgenössischer Musik zu hören und zu bewerten. Das jährlich stattfindende „Rostrum of Composers“ hat eine möglichst umfangreiche Verbreitung von Aufnahmen zeitgenössischer Musik zum Ziel. Die zuletzt eingereichten Aufnahmen wurden weltweit 800-mal auf das Programm eines Radiosenders gesetzt. Ö1 sendet in den vier „Zeit-Ton extended“-Sendungen im Juni die interessantesten Werke des 64. Rostrums, das Mitte Mai in Palermo stattgefunden hat. Das Rostrum ist ein Programm des „International Music Council“ der UNESCO unter Mitwirkung der European Broadcasting Union (EBU).

23:00 | Ö1
Kunstsonntag: Radiokunst – Kunstradio. „Soundprints as Memory“ von Colin Black

In seinem Buch „Landscape and Memory“ verhandelt der Historiker Simon Schama Landschaft als Projektionsfläche für Erinnerung. Er argumentiert, dass in westlichen Kulturen der Garten für den durch verschiedene kulturelle Gewohnheiten der Menschheit geprägten Blick konzipiert wurde. Als Konsequenz daraus überlagern wir Mythologie und die menschliche Vorstellung auf geografische Schauplätze und lassen sie in der Erinnerung Gestalt annehmen. „Soundprints as Memory“ ist eine akustische Spurensuche, eine Gedächtnisstütze, ein Versuch, das Geflecht aus Erinnerungen an bestimmten Orten zum Vorschein zu bringen und hörbar zu machen. Colin Black hört mit dem Mikrofon dort hin, wo Erinnerungen möglicherweise nicht nur auf den Ort projiziert werden, sondern wo sie mit diesem verwachsen. In Zusammenarbeit mit der Veranstaltungsreihe Stromschiene des Kunstvereins Alte Schmiede.

23:04 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Studio Neue Musik: His Master’s Choice [24] Johannes Schöllhorn

Am Mikrofon: Johannes Schöllhorn

Martin Hufner
Chefmitarbeiter bei |

seit 1997 chefökonom der kritischen masse und netzbabysitter der nmz.

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