Neue Musik / Musikfeature: Die Radio-Woche vom 27. März bis 02. April 2017

Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 13. Schaut man sich die Liste so an, könnte man meinen, alles doch ganz prima. Man kann wirklich nicht sagen, dass es kaum Sendungen zur Neuen Musik und Musikfeatures gäbe. Das sieht allerdings, je nach Region schon anders aus. Bei MDR Kultur ist das fast nichts zu finden – und würde man das Concerto Bavarese herausrechnen, gäbe es sogar diese Woche kaum Musik selbst.

Unverändert traurig: Leider schaffen es immer noch nicht alle Sender, ihre Sendungen für die ARD-Suchmaschine adäquat zu melden. So fällt rbb kulturradio durch einen Totalausfall negativ auf. Auch BR-KLASSIK schafft es noch nicht seine „Horizonte“ dort listen zu lassen (trotz Hinweis und Aufforderung). Der Deutschlandfunk bemüht sich:

  • Alle bekannten Stream-, Web- und RSS-Adressen finden sich bei Stefan Hetzel.
  • Alle Angaben ohne Gewähr. Änderungen vorbehalten.

Montag: 27.03.2017

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik: Mit Bernd Künzig

Berichte, Gespräche und Hintergrundinformationen zum Festival Ultraschall in Berlin, zu Eclat in Stuttgart, zur Berliner MaerzMusik und aus dem Sendegebiet.

23:08 | ORF I
„La bianca notte“. Beat Furrers jüngstes Musiktheater an der Hamburger Staatsoper

Gestaltung: Reinhard Kager. Im Sommer 2015 beeindruckte Beat Furrer mit seiner siebenten Oper „La bianca notte“ an der Hamburger Staatsoper. Basierend auf poetischen Texten von dem italienischen Dichter Dino Campana, kreist Furrers faszinierend-rätselhaftes Musiktheater um existentielle Probleme der Menschheit. Der NDR hat die von Simone Young vorbildlich dirigierte Uraufführung von „La bianca notte“ mitgeschnitten. Ergänzt durch Ensemble- und Vokalstücke, die im Vorfeld der Oper entstanden sind und später teilweise in diese integriert wurden, sind Ausschnitte aus diesem spannenden Musiktheater zu hören.


Dienstag: 28.03.2017

00:05 bis 01:00| Deutschlandradio Kultur
Neue Musik: Das kuratorische Prinzip. Der Siegeszug des Diskursiven in der Neuen Musik

Von Florian Neuner. Die Kuratoren sind im Kommen: Nicht nur in der Kunst, auch im Musikbetrieb drängen Vermittler und Konzepte in den Vordergrund.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponisten

Wilfried Hiller: Aus „Buch der Sterne“ (Silke Avenhaus, Klavier); Peter Kiesewetter: „La Nencia da Barberino“, op. 47 (Adelheid Maria Thanner, Sopran; La Marésienne); Ulrich Stranz: „Tachys“ (Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Gunther Schuller); Roland Leistner-Mayer: „Mosaic“ (Schlagzeugensemble „musik unserer zeit“); Heinz Winbeck: Symphonie Nr. 2 (Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken: Dennis Russell Davies)

22:05 Uhr | Deutschlandfunk
Musikszene: Melancholische Traumsequenzen. Die Minimal Music erfindet sich neu

Von Christoph Wagner. Terry Rileys Komposition ‚In C‘ markierte 1964 den Startschuss einer neuen Musikrichtung, die auf Repetition und langer Dauer basierte und nicht zuletzt ihre Vorbilder in traditionellen Formen hatte. Anstatt auf Kontrast und Dynamik zu setzen, wurden weite Klanglandschaften entworfen, die sich nur allmählich veränderten. Minimal Music wurde der Stil genannt, der mit Philip Glass große Popularität erlangte. Heute wird die Minimal Music von einer Generation junger Musiker ganz verschiedener Stilrichtungen neu entdeckt. So hat der Barockspezialist Mahan Esfahani die Komposition ‚Piano Phase‘ von Steve Reich auf das Cembalo übertragen und der Dirigent André de Ridder spielte mit dem Ensemble Africa Express in Mali Terry Rileys ‚In C‘ mit traditionellen Instrumenten ein.

22:05 bis 23:00 Uhr | BR-KLASSIK
Horizonte: Zwischen Techno und Neuer Musik. Das Verworner-Krause-Kammerorchester

Von Frank Schwarz.  Ist es Jazz? Pop? Zeitgenössische klassische Musik? Oder Techno? Alles zusammen, könnte man meinen. Das Verworner-Krause-Kammerorchester aus München, kurz VKKO, hat einen eigenwilligen musikalischen Stil entwickelt: tanzbare Musik mit klassischen Instrumenten. Auf der einen Seite steht der komplexe Klang der Streicher, auf der anderen eine Jazz-Rhythmusgruppe mit Klavier, Schlagwerk, Bass und Gitarre – dazu: Gesang. Das VKKO ist weniger in einem Saal, vielmehr in einem Club oder einer Bar zu Hause – ein Auftritt gleicht mehr einer Performance als einem Konzert. Hinzu kommt die Kombination mit anderen Künsten: Visuals, Mode und Kulinarik. Für die Komponisten und Dirigenten Christopher Verworner und Claas Krause ist das VKKO mehr als nur ein Orchester – für sie ist es ein Lifestyle mit einer klaren Vision: eine bessere Welt zu schaffen.

23:08 | ORF I
Zeit-Ton: Fast Forward. Das Bozzini Quartet im Porgy & Bess. Gestaltung: Ursula Strubinsky

Seit fast zwei Jahrzehnten bereichert das Bozzini Quartet das Musikleben in Montreal. Die Formation hat im Laufe dieser Zeit etwa 300 Werke zur Uraufführung gebracht. 180 davon waren Auftragskompositionen. Ende Jänner gastierte das Bozzini Quartet im Wiener Porgy & Bess im Rahmen des Jeunesse-Zyklus „Fast Forward“. Das Quartett präsentierte Musik der litauischen Komponistin Egidija Medekšaite und des Kanadiers James O’Callaghan. Außerdem standen die zwei Sätze aus dem „Streichquartett I/II“ von Mauricio Kagel und Carola Bauckholts „Hirn mit Ei“ auf dem Programm.


Mittwoch: 29.03.2017

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Fränkische Komponisten

Heinz Winbeck: Sinfonie Nr. 5, „Jetzt und in der Stunde des Todes“ (Deutsches Symphonie-Orchester Berlin: Dennis Russell Davies); Stefan Johannes Walter: „Nächtlicher Wald – Kontinuum I“ (Katarzyna Dondalska, Sopran; Stefan Johannes Walter, Perkussion); Ines Lütge: „Moments“ (Carin Levine, Flöte); Tobias PM Schneid: „symphony of changes“ (Münchener Kammerorchester: Christoph Poppen)

20:00 Uhr | Radio SRF 2 Kultur
Solo und Grossensemble: freie Improvisation in ihren Extremformen

Was passiert, wenn keiner da ist? Kein mitimprovisierendes Gegenüber? Wenn man alleine auf der Bühne steht – oder im Proberaum – und improvisiert? Oder aber man seinen eigenen Klang in einer grossen Menge von Mitimprovisierenden kaum mehr isoliert wahrnehmen kann? Ist freie Improvisation dann immer noch Kommunikation, wie sie oft bezeichnet wird? Fakt ist, dass in frei improvisierter Musik die Analyse des Gehörten und die Reaktion hierauf in Sekundenbruchteilen stattfindet, wenn auch zeitbedingt nicht immer bewusst. Des Gehörten und der gesamten Situation im Raum, könnte man hinzufügen. SolistInnen sind auf sich geworfen beim Spiel, wogegen Improvisierende in Grossensembles in einem manchmal fast schwer durchschaubaren Klangkosmos navigieren müssen. Ändert sich die Musik je nach Gruppengrösse? Worin unterscheidet sich das solistische Improvisieren vom Improvisieren in Kleingruppen? Worin das Spiel in Grossensembles und Improvisationsorchestern? Redaktion: Nina Polaschegg

20:04 bis 22:00 | WDR 3
WDR 3 Konzert: Mit Johannes Zink. Musik der Zeit [6] Vertical Thoughts

Luciano Berio: Chemins IIc (su Sequenza VI) für Bassklarinette und Orchester; Morton Feldman: Structures für Orchester, Deutsche Erstaufführung; Luciano Berio: Chemins III (su Chemins II) für Viola und Orchester; Johannes Boris Borowski: Klavierkonzert, Uraufführung. Florent Boffard, Klavier; Andreas Langenbruch, Bassklarinette; Christophe Desjardins, Viola; WDR Sinfonieorchester Köln, Leitung: Manuel Nawri. Aufnahme aus dem Kölner Funkhaus

20:56 bis 22:00 | NDR Kultur
neue musik: Naturbegriffe in der Neuen Musik

Von Helmut Peters. Begriffe aus der Natur werden ja gern mal herangezogen, um musikalische Strukturen bildhaft zu beschreiben. So werden Bruckners Sinfonien zum Beispiel gern mal als monolithisch bezeichnet, als seien sie aus einem Fels entstanden. Eine fünfteilige Folge von „Monoliths“ hat auch der amerikanische Zeitgenosse Mark Barden geschaffen. Wir stellen seine Stücke und Neue Musik vor, die Naturbegriffe wie Holz, Knochen oder Öl im Titel tragen.

21:04 | rbb-kulturradio
Musik der Gegenwart: – Ultraschall Berlin – Festival für neue Musik 2017. Vier Ensembles – ein Klangkörper

Am Mikrofon: Ulrike Klobes. Dem Ensemblekollektiv Berlin, bestehend aus dem Ensemble Adapter, dem Sonar Quartett, dem Ensemble Apparat und dem ensemble mosaik, gelingt es, die jeweilige Eigenart der Einzelensembles zu bewahren und zugleich zu einem großen Ganzen zusammenzuschmelzen. Bei Ultraschall Berlin hat Großensemble in diesem Jahr Werke von Marc Sabat und Turgut Erçetin uraufgeführt. Mitschnitt vom 19. Januar 2017 im Heimathafen Neukölln

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik: Gösta Neuwirth 80

Stefan Häussler (Violine), Alfonso Gómez, Rei Nakamura (Klavier), Julia Spaeth (Sopran). Gösta Neuwirth: vieux jeux (2005) für Violine und Zuspielband; Karl Schiske: Sonatine op. 42 für Klavier (1953); Gösta Neuwirth: Sonata brevis (1955 – 1980) für Violine und Klavier; Peter Ablinger: Doderer, Setzuko Hara und Borges aus „Voices and Piano“ für Klavier und Zuspielband; Martin Kapeller: Neues Werk für Violine und Sopran auf einen Text von Johannes Lindner; Gösta Neuwirth: Von Unklaich nach China (1956 – 1992) für Sopran und Klavier zu 4 Händen. (Konzert vom 5. Februar 2017 im Strawinsky Saal, Donauhallen, Donaueschingen).
Der österreichische Komponist Gösta Neuwirth, der in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag feiert, gilt als eine der bedeutendsten Lehrer. Er unterrichtete sowohl an der Musikhochschule in Graz, als auch an der Universität der Künste in Berlin. Zu seinen Schülern zählen so herausragende Komponisten wie Enno Poppe, Peter Ablinger, Bernhard Lang oder Hanspeter Kyburz. Als Musikwissenschaftler war er einer der maßgebenden Motoren zur Wiederentdeckung Franz Schrekers. Sein eigenes kompositorisches Werk dagegen gilt es erst noch zu entdecken. Das Porträtkonzert stellt drei Generationen österreichischer Komponisten vor, in deren Zentrum Gösta Neuwirth selbst steht.


Donnerstag: 30.03.2017

00:05 bis 01:00 | Deutschlandradio Kultur
Neue Musik: Lachen und Verstehen. Carolin Naujocks im Gespräch mit dem Komponisten Michael Reudenbach.

Reudenbach versteht Komponieren als gesellschaftliche und politische Herausforderung. Seit Oktober unterrichtet er in Frankfurt am Main.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponisten

Hans-Herbert Winkel: Scherzo nach zwei Etüden von Rodolphe Kreutzer (Bamberger Symphoniker: Hans Herbert Winkel); Ernst August Quelle: „Twen Romance“ (Münchner Rundfunkorchester; Klavier und Leitung: Ernst August Quelle); Eugen Bodart: Zehn Miniaturen, op. 26 (Münchner Rundfunkorchester: Wilfried Koch); Heinz Störrle: Saxophonkonzert (Hans Wolf, Giuseppe Solera, Otto Staniloi, Norbert Nagel, Saxophon; Münchner Rundfunkorchester: Iain Sutherland); Robert Owens: „Fields of wonder“ (John van Kesteren, Tenor; Münchener Kammerorchester: Hans Stadlmair); Rudi Spring: Scherzo, op. 4 (Thomas Richter, Flöte; Monika Stöhr, Klavier); Ernst August Quelle: „Signaturen“ (Klaus Doldinger, Saxophon; Münchner Rundfunkorchester: Hans-Joachim Willrich)

20:04 bis 22:30 | SR2 KulturRadio
Mouvement: CD-Neuheiten

Der Klang des Denkers. Peter Schöne singt Nietzsche-Lieder. Moritz Eggert, Klavier; Point and Line. Momo Kodama spielt Debussy und Hosokawa

20:05 bis 21:00 | MDR Kultur
MDR KULTUR – Musik Modern

Mit Ausschnitten aus Werken von Alphons Diepenbrock und Friedrich Nietzsche

21:30 bis 22:30 | hr2-kultur
Neue Musik – selbstLAUT Von, mit und über Daniel Weissberg

Der Baseler Komponist Daniel Weissberg (* 1954) ist in vielen musikalischen Bereichen unterwegs. Seit seinem Studium bei den Komponisten Jacques Wildberger in Basel und Mauricio Kagel in Köln, dessen Hochschul-Assistent Weissberg auch gewesen ist, hat er neben den klassischen Besetzungsgenres wie Solo-, Kammer- und Orchestermusik auch etliche Hörspiele, Multimediaprojekte und experimentelle Klangtheaterstücke realisiert. Überdies betätigt sich Weissberg, der an der Hochschule der Künste Bern lehrt, als Interpret elektroakustischer Musik und ist in Improvisationsensembles aktiv. So geradlinig sich diese Kurzbiografie auch lesen mag, in „selbstLAUT“ kann man einen verzwickteren Daniel Weissberg kennenlernen, zudem seine auch selbstironische Ästhetik und Hör-Sicht auf die Welt.

22:03 bis 23:00 | SWR 2
SWR2 Hörspiel-Studio: Tepegöz. Hörspiel von Marc Sinan
Frei nach einer Episode aus dem türkischen Sagenzyklus Dede Korkut

Mit: Jelena Kuljic, Lars Rudolph, den Dresdner Sinfonikern unter Markus Rindt u. a. Texteinrichtung: Holger Kuhla. Komposition und Realisation: Marc Sinan. (Produktion: SWR in Kooperation mit den Dresdner Sinfonikern und dem Gorki Theater Berlin 2015).
Die Geschichten des Erzählzyklus „Dede Korkut“ wurden im 15. Jahrhundert gesammelt. Der Titel bezeichnet die Figur eines Laute spielenden Weisen, der die Episoden verknüpft. In der Geschichte von „Tepegöz“ entdeckt ein Hirte vom Volk der Oghusen Nymphen beim Tanz. Er vergewaltigt eine von ihnen. Der Schandtat entspringt ein Kind. Tepegöz, das barbarische „Scheitelauge“, ist mit einem Fluch beladen. Er wird zwar vom Volk der Oghusen aufgezogen, aber später will er es vernichten. Diesen archaischen Konflikt um Schuld und Rache erzählt das Hörspiel in zeitgenössischem Gewand. Eine modernisierte Sprache im Libretto, Jazz und Neue Musik treffen auf traditionelles Liedgut aus Aserbaidschan, Usbekistan und Kasachstan, ein gegenseitiger Übermalungsprozess setzt ein. Christian Deutschmann vermerkte in epd medien anlässlich der Ursendung: „Beängstigend und zugleich faszinierend das Ganze. In der Kombination von Sprache und Musik lässt das Stück die Atmosphäre einer alles beherrschenden Härte und Gewalt entstehen. Sie geht vom historisch-mythischen Stoff aus, packt uns aber in ihrer Sinnlichkeit und lässt Schlussfolgerungen auch auf heutige Befindlichkeiten zu.“

22:05 bis 23:00 Uhr | BR-KLASSIK
Horizonte: Studio für Musik

Ein Blick zurück auf Donaueschingen 2016 und ein Blick voraus auf das musica viva-Konzert am 31. März 2017. In der heutigen Horizonte-Sendung blicken wir – wie jeden letzten Donnerstag im Monat – zurück auf die Donaueschinger Musiktage 2016. Außerdem stellt Michaela Fridrich das Programm des musica viva-Orchesterkonzertes am 31. März 2017 im Herkulessaal der Münchner Residenz vor: Das Symphonieorchester und der Chor der Bayerischen Rundfunks präsentieren die Uraufführung von Wolfgang Rihms „Reqiuem-Strophen“. Am Pult ist Chefdirigent Mariss Jansons zu erleben.

23:08 | ORF !
Zeit-Ton: Dub-Bässe und elektronische Arien: Sam Shackleton im Zeit-Ton-Porträt.

Gestaltung: Heinrich Deisl. „Devotional Songs“ ist das bisher vielschichtigste und ungewöhnlichste Album von Sam Shackleton. Am ehesten ließe sich sein Schaffen als perkussive Trance-Musik beschreiben, so der britische Elektronikmusiker. 2005 gründete Shackleton mit Laurie Osborne aka Appleblim die Band Skull Disco. Höchst komplex ineinander verwobene Rhythmusgeflechte waren eines der Markenzeichen von Skull Disco und neben Burial wurden sie zu einem der einflussreichsten Projekte des Dubstep. (…)


Freitag: 31.03.2017

00:05 bis 01:00 | Deutschlandradio Kultur
Klangkunst: CTM Radio Lab: The Death of the Anthropocene. Von Julian Bonequi

Produktion: Deutschlandradio Kultur/CTM-Festival in Zusammenarbeit mit Goethe-Institut, SoCCoS, ORF musikprotokoll im steirischen herbst und Ö1 Kunstradio 2017. Länge: ca. 54’30. (Ursendung)

Außerirdische prophezeien den Weltuntergang. Es ist so weit: Die Welt geht unter. Während die letzten verbliebenen Menschen rasch noch ein paar Katastrophenvideos ins Internet laden, besuchen Außerirdische den Planeten. Sie erklären den Bewohnern was ihnen bevorsteht und wie sie es hätten verhindern können. Science Fiction wird Geschichte. Julian Bonequi, geboren 1974 in Mexico, ist Musiker und 3D-Animationskünstler. Er betreibt die Medienkunstplattform Audition Records.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponisten

Richard Ruzicka: Planetenbilder „s p a c e“ (Musiker der Hochschule für Musik und Theater München); Niklas Melcher: „Tilt/Shift“; Hans-Henning Ginzel: „Echo“; Gerd Baumann: „Apollo Replay“ (ensemble oktopus für musik der moderne); Konstantia Gourzi: „meditation I“, op. 54 (Marcel Morikawa, Marimba, Glockenspiel, Klangschale); Josef Anton Riedl: „Inventionen in 5 Raten II“ (Erina Goto, Thomas Hastreiter, Marimbaphon); Wilfried Hiller: „Chagall-Zyklus I“ (Giora Feidman, Klarinette; Philharmonisches Kammerorchester München: Michael Helmrath); Ulrich Bruggner: „Sonate 1961“ (Gertrud und Karl Kottermaier, Klavier); Bertold Hummel: „in memoriam“, op. 74 (Wolfgang Hörlin, Orgel; Klaus Schwärzler, Schlagzeug); Alfons Forstpointner: „Aphorismen“ (Alfred Schopper, Violine; Alfons Forstpointner, Klavier)

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: Donner, Blitz und Flugmaschinen. Eine kleine Geschichte der historischen Opern-Bühnentechnik

Lange war die Oper die Königsklasse des großen Entertainments. Seit dem Barock wurde viel Aufwand betrieben, um mit atemberaubender Tricktechnik die Zuschauer zu frappieren – und das galt sowohl für die ersten Häuser wie die Opera in Paris als auch für Vorstadttheater mit ihren Zauberpossen und tumultösen Singspielen. Wie wichtig war den Opernkomponisten die Bühnentechnik? Welche Tricks wurden benutzt? Und kann man mit den alten Techniken heute noch ein Publikum beeindrucken? Die Autoren besuchen Theater, an denen die historische Bühnentechnik noch funktioniert und entsprechend genutzt wird, sprechen mit Historikern, Bühnentechnikern und Künstlern und blättern in alten Musiker-Briefwechseln. Eine kleine Geschichte der historischen Opern-Bühnentechnik. Von Cornelia de Reese und Matthias Käther. Wiederholung am Samstag, 14.05 Uhr

21:05 bis 22:30 | Bayern 2
hör!spiel!art.mix: andcompany&Co.: Warpop Mixtake Fakebook Volxfuck Peace Off!

WARPOP MIXTAKE FAKEBOOK VOLXFUCK PEACE OFF! Schland of Confusion. Von andcompany&Co. Mit Alexander Karschnia, Sascha Sulimma, Claudia Splitt, Nicola Nord und anderen. Komposition: Sascha Sulimma. Regie: Nicola Nord, Sascha Sulimma, Alexander Karschnia. WDR 2016. Diskurs und Pop. Ekkehard Fleischhammer im Gespräch mit Julian Doepp. BR 2010.
Ist sie zurück, die German Angst? Oder war sie nie weg? Die Performer von andcompany&Co. schließen die aktuelle Paranoia mit den Weltuntergangsszenarien der 80er-Jahre kurz. Resultat: Ein Katastrophen-Musical mit kathartischem Effekt. Terror, Flüchtlingswelle, Islamismus, Kondensstreifen am Himmel, Big Brother USA und kleiner Zar Putin – alles bedrohlich. Wir haben Angst! Wer immer „wir“ auch sind. Die Friedensbewegung 2.0 formiert sich zur Mahnwache, wo um die Ecke schon die „patriotischen Europäer“ warten. Ist das die Rückkehr des Verdrängten? Hören wir im Sorgenbürgerchor etwa die Echos aus den 80ern, als die Angst vor Aufrüstung bis unter die Bettdecke kroch? Als Friedenstauben flogen und Frankie goes to Hollywood im Musikvideo die Welt explodieren ließen? andcompany&Co. schreddern ihre Mixtapes und liken die Bombe. Back to No Future! Denn die Zeitreise zurück führt geradewegs ins Herz der Gegenwart. andcompany&Co., 2003 gegründet von Alexander Karschnia, Nicola Nord und Sascha Sulimma als offenes internationales Netzwerk. Hörspiel u.a. „Orpheus in der Oberwelt. Eine Schlepperoper“ (WDR 2015, Prix Europa 2015).

22:00 bis 22:30 | Deutschlandradio Kultur
Einstand: „Da geht einfach eine Gefühlswelt auf!“ Die Taschenoper Lübeck

Von Ulrike Henningsen. Wenn die Taschenoper Lübeck Musiktheater macht, sitzen die Zuhörer gebannt auf den Plätzen und lassen sich fasziniert verführen. Von Knirpsen in Kitas bis zu Pubertierenden auf Opernbaustellen – viele der jugendlichen Fans machen begeistert mit. Intendantin Margrit Dürr und ihr Team geben seit mehr als zehn Jahren so ihre Liebe zu dieser Kunstform erfolgreich an die junge Generation weiter – damit die Oper eine Zukunft hat.

Samstag: 01.04.2017

14:05 bis 15:00 | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: Donner, Blitz und Flugmaschinen

Wiederholung vom Freitag, 19.05 Uhr

22.04 – 00.00 Uhr | WDR 3
Open Sounds: Zeit in der elektronischen Musik: Klebrig? Fluide?

Die Zeit – ein scheinbar alltägliches Phänomen das jeder kennt und doch kaum jemand erklären kann. In der elektronischen Musik ist Zeit ein Faktor dem nicht nur eine eingrenzende Rolle zukommt, sondern immer auch eine klangbildende. Studio Elektronsiche Musik mit Beiträgen zum Thema Zeit und Schwingung. Es ist ein seltsam Ding um die Zeit: sie scheint ein je verschiedenes Tempo zu haben, scheint mal zu fliegen, dann wieder nur zäh zu verrinnen oder gar zu stocken. Was die Zeit denn nun wirklich sei, darüber geben Physiker, Philosophen und Psychologen sehr voneinander abweichende Antworten. Es ist nun an der Zeit ihnen durch gezielte Untersuchungen die Deutungshoheit zu entreißen und etwa herauszustellen – dies nur ein Beispiel aus der Fülle –, dass Sinuswellen grundsätzlich andere Zeitpartikel freisetzen als Sägezahn- oder Rechteckschwingungen. Aus gegebenem Anlass werden Beiträge von Frank Hilberg, Martina Seeber, Reinhold Friedl, Kornelia Bittmann, Björn Gottstein und anderen den Phänomenen des Davor, Danach und Zugleich beschäftigen und Wege aufweisen, wie sich mittels elektronischer Musik Zeit stretchen oder stauchen lässt. Ein Mittel zur Unsterblichkeit?

22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk
Atelier neuer Musik: Neue Klänge für Bambus und Seide. Das AsianArt Ensemble schafft eine Avantgarde des Globalismus

Von Mathias Entreß. 2009 trat ein Ensemble für eine neue Musik an eine Öffentlichkeit, die erst noch erfunden werden musste. Im Berliner AsianArt Ensemble treffen westliche Streicher auf Instrumente aus China, Japan und Korea, die ganz andere klangliche Ideale repräsentieren. Durch unermüdliche Überzeugungsarbeit gelang es dem Gründer und Leiter der Gruppe, dem aus Korea stammenden Komponisten, Gitarristen und Trommler Il-ryun Chung, verschiedene Komponisten für dieses heterogene Instrumentarium zu begeistern. In diesem Neuland und mit vielen neuen Kontexten sind nun Werke geschrieben und Formen erfunden worden, die per Musik erfrischende Perspektiven auf eine Kultur der niedergerissenen Grenzen eröffnen.

23:00 bis 00:00 | hr2-kultur
The Artist’s Corner: Darmstadt Voices

Kommentierte Ausschnitte aus Ferienkurs-Vorträgen von Dieter Schnebel, György Ligeti, Hans G Helms, Heinz-Klaus Metzger, Mauricio Kagel in O-Tönen. Am Mikrofon: Stefan Fricke.
Das Archiv der eigenen Aktivitäten ist riesig. Kein anderes Archiv weltweit dokumentiert derart geschlossen die musikalische Avantgarde seit dem Zweiten Weltkrieg wie das Internationale Musikinstitut Darmstadt (IMD) mit seinen unzähligen Dokumenten zu den eigenen Ferienkursen für Neue Musik. 1946 durch Wolfgang Steinecke gegründet, wurden die Kurse schnell zum weltweiten Treffpunkt der jungen Komponistengeneration und der Schar von Interpreten und Musikologen, die sich für aktuellste Musik und die Reflexion darüber interessierten. Bis heute halten sich diese Neugierde, Lust und Notwendigkeit. Und die Ferienkurse, die seit 1970 biennal stattfinden, wachsen von Ausgabe zu Ausgabe. Gut 500 Teilnehmer aus über 40 Ländern besuchten die Ferienkurse 2016 – ein Rekord. Abgesehen von solchen für die Neue Musik beeindruckenden Zahlen hat das IMD sein Archiv geöffnet. Erste Resultate sind diverse veröffentlichte CD-Boxen mit teils völlig unbekanntem Audio-Material. In hr2-kultur werden sie an vier „The Artist’s Corner“-Terminen vorgestellt.


Sonntag: 02.04.2017

22:00 bis 00:00 | NDR Kultur
Soirée: Nordlichter zu Gast beim „Into Iceland“-Festival
Aufzeichnung vom 10./11. Februar 2017 in der Elbphilharmonie Hamburg

Ein Erkennungsmerkmal isländischer Komponisten ist es nun mal, dass ihre Namen fast ausnahmslos mit -dóttir oder -sson enden. Die Insel im rauen Norden mit ihren einzigartigen Naturschönheiten präsentiert ihre Musik- und Literaturszene nun geballt im dreitägigen „Into Iceland“-Festival in der Elbphilharmonie. Gerade die Gegenwartskomponisten und Gegenwartsmusiker Islands sind in dem bevölkerungsarmen Land oft auf sich selbst gestellt und brauchen ein internationales Forum. Mit dem farbig illuminierten „Harpa“-Konzertsaal in Reykjavik hat Island übrigens einen vergleichbar spektakulären Saal wie Hamburg.

22:00 bis 22:30 | Deutschlandradio Kultur
Musikfeuilleton: Das Orchester, das niemals schläft. 175 Jahre New York Philharmonic Orchestra

Von Barbara Eckle. Es ist das älteste der „Big Five“, der fünf großen Symphonieorchester der USA, und durch jede Metamorphose gegangen, die die Neuzeit einer Institution abverlangen kann. Am Anfang einer illustren Ahnengalerie prägender Dirigenten steht Gustav Mahler als Pionier innovativen Repertoires. Tyrann Arturo Toscanini brachte dem Orchester Weltruhm ein, Charismatiker Leonard Bernstein navigierte es durch die Kinderjahre des Medienzeitalters und Schlagmeister Lorin Maazel führte das Orchester auf eine der unwahrscheinlichsten Reisen, mit der es Geschichte schrieb. Am 2. April 1842 wurde es gegründet.

23:03 | ORF I
Kunstradio – Radiokunst: „A Song for Europe“ von der britischen Künstlerin und Radiomacherin Lucinda Guy

In Anlehnung an weltweit praktizierte Trauerrituale, Wehklagen und andere Ausdrucksformen von Schmerz und Trauer, ist das Stück „A Song For Europe“ der Abgesang einer Engländerin auf ihre schwindende Europäische Identität. Lucinda Guy performt das Stück als Live-Improvisation mithilfe ihrer Stimme und unter Verwendung der Studiotechnik. Der Live-Webstream von Ö1 wird über den Sendetisch abgespielt, es entstehen Loops und Soundmuster in Echtzeit.

23:04 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Studio Neue Musik: Meilensteine der Moderne [17]

Salvatore Sciarrino: Infinito nero, Estasi di un atto für Stimme und Ensemble

Martin Hufner
Chefmitarbeiter bei |

seit 1997 chefökonom der kritischen masse und netzbabysitter der nmz.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.