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	<title>Comments on: Das Jahrhundert der lebenden Toten</title>
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		<title>By: Art-Oliver Simon</title>
		<link>http://blogs.nmz.de/badblog/2010/12/10/das-jahrhundert-der-lebenden-toten/#comment-2400</link>
		<dc:creator>Art-Oliver Simon</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Dec 2010 20:23:41 +0000</pubDate>
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		<description>Da k&#246;nnte man so einige heilige K&#252;he nennen: 1) Etwas Kritisches &#252;ber die Musik und die Musikvermittlungsvorstellungen von Helmut Lachenmann zu &#228;u&#223;ern. 2) f&#252;r ein neues Werk das Schreiben eines Textkommentars ablehnen. 3) Der Dissonanz einen qualitativen und m&#246;glicherweise auch gravitativen Charakter zuzusprechen (in scharfer Antithese zur heute unangezweifelten Doktrin der Quantenmechanik und zu Sch&#246;nbergs Dodekaphonie und Folgende/16tel-Ton-Verfeinerungen etc., bei der alle Dissonanzen prinzipiell gleichgestellt sind)- Sch&#246;nbergs Ansatz nicht als Anfang, sonder als Ende einer Entwicklung zu begreifen 4) Kein Interesse an Multi- Inter-Extra usw.media tralala zu haben (meiner Meinung nach Verrat an der Musik) 4) Dass der H&#246;rer in der Lage ist, neu komponierte Musik unmittelbar zu verstehen, und keine infantilen und simplizistischen Legosteine o.&#228;. als Demonstrationsobjekte ben&#246;tigt (wie es Markus Fein bei den Monologen exerziert).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Da k&#246;nnte man so einige heilige K&#252;he nennen: 1) Etwas Kritisches &#252;ber die Musik und die Musikvermittlungsvorstellungen von Helmut Lachenmann zu &#228;u&#223;ern. 2) f&#252;r ein neues Werk das Schreiben eines Textkommentars ablehnen. 3) Der Dissonanz einen qualitativen und m&#246;glicherweise auch gravitativen Charakter zuzusprechen (in scharfer Antithese zur heute unangezweifelten Doktrin der Quantenmechanik und zu Sch&#246;nbergs Dodekaphonie und Folgende/16tel-Ton-Verfeinerungen etc., bei der alle Dissonanzen prinzipiell gleichgestellt sind)- Sch&#246;nbergs Ansatz nicht als Anfang, sonder als Ende einer Entwicklung zu begreifen 4) Kein Interesse an Multi- Inter-Extra usw.media tralala zu haben (meiner Meinung nach Verrat an der Musik) 4) Dass der H&#246;rer in der Lage ist, neu komponierte Musik unmittelbar zu verstehen, und keine infantilen und simplizistischen Legosteine o.&#228;. als Demonstrationsobjekte ben&#246;tigt (wie es Markus Fein bei den Monologen exerziert).</p>
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		<title>By: strieder</title>
		<link>http://blogs.nmz.de/badblog/2010/12/10/das-jahrhundert-der-lebenden-toten/#comment-2397</link>
		<dc:creator>strieder</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Dec 2010 09:50:13 +0000</pubDate>
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		<description>Wie sehen diese unausgesprochenen Verbote aus?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wie sehen diese unausgesprochenen Verbote aus?</p>
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		<title>By: Art-Oliver Simon</title>
		<link>http://blogs.nmz.de/badblog/2010/12/10/das-jahrhundert-der-lebenden-toten/#comment-2396</link>
		<dc:creator>Art-Oliver Simon</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Dec 2010 08:38:02 +0000</pubDate>
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		<description>Das passiert doch auch schon vielfach, z.B. durch &quot;2x h&#246;ren&quot; - Moderation Markus Fein, B.A. Zimmermanns Monologe. Nur w&#252;rde ich, wenn ich ein neues Werk f&#252;r 2 Klaviere oder Cello solo schreiben sollte, mir B.A. Zimmermanns St&#252;cke als Vorbereitung nur deshalb anschauen, um dann genau zu wissen, wie ich es NICHT machen w&#252;rde. Insofern kann ich jetzt heute sagen, dass ich heute keine &quot;Neue&quot; Musik mehr schreibe, in dem festen Wissen, dass die &quot;Neue Musik&quot; mittlerweile ein stockkonservatives, durch unausgesprochene Verbote festgefahrenes Unternehmen geworden ist. Und aus diesem Bewu&#223;tsein heraus ziehe ich mein Selbstbewu&#223;tsein, das keinesfalls deifizit&#228;r gelagert ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das passiert doch auch schon vielfach, z.B. durch &#8220;2x h&#246;ren&#8221; &#8211; Moderation Markus Fein, B.A. Zimmermanns Monologe. Nur w&#252;rde ich, wenn ich ein neues Werk f&#252;r 2 Klaviere oder Cello solo schreiben sollte, mir B.A. Zimmermanns St&#252;cke als Vorbereitung nur deshalb anschauen, um dann genau zu wissen, wie ich es NICHT machen w&#252;rde. Insofern kann ich jetzt heute sagen, dass ich heute keine &#8220;Neue&#8221; Musik mehr schreibe, in dem festen Wissen, dass die &#8220;Neue Musik&#8221; mittlerweile ein stockkonservatives, durch unausgesprochene Verbote festgefahrenes Unternehmen geworden ist. Und aus diesem Bewu&#223;tsein heraus ziehe ich mein Selbstbewu&#223;tsein, das keinesfalls deifizit&#228;r gelagert ist.</p>
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		<title>By: strieder</title>
		<link>http://blogs.nmz.de/badblog/2010/12/10/das-jahrhundert-der-lebenden-toten/#comment-2395</link>
		<dc:creator>strieder</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Dec 2010 20:32:08 +0000</pubDate>
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		<description>Vielleicht w&#228;re es hilfreich, wenn die Neue Musik endlich als das &quot;vermarktet&quot; w&#252;rde, was sie ist: Das aufregendste &#252;berhaupt. W&#252;nschenswert w&#228;re es auch, statt des st&#228;ndigen Entschuldigens daf&#252;r, was man tut (z.B. Neue Musik spielen oder komponieren), etwas mehr Selbstbewusstsein zu entwickeln, wie etwa diese Herren: http://www.youtube.com/watch?v=1bQHZwCsKpg

Viele Gr&#252;sse ;)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht w&#228;re es hilfreich, wenn die Neue Musik endlich als das &#8220;vermarktet&#8221; w&#252;rde, was sie ist: Das aufregendste &#252;berhaupt. W&#252;nschenswert w&#228;re es auch, statt des st&#228;ndigen Entschuldigens daf&#252;r, was man tut (z.B. Neue Musik spielen oder komponieren), etwas mehr Selbstbewusstsein zu entwickeln, wie etwa diese Herren: <a  href="http://www.youtube.com/watch?v=1bQHZwCsKpg" rel="nofollow"></a><a href='http://www.youtube.com/watch?v=1bQHZwCsKpg'>http://www.youtube.com/watch?v=1bQHZwCsKpg</a></p>
<p>Viele Gr&#252;sse ;)</p>
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		<title>By: Art-Oliver Simon</title>
		<link>http://blogs.nmz.de/badblog/2010/12/10/das-jahrhundert-der-lebenden-toten/#comment-2394</link>
		<dc:creator>Art-Oliver Simon</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Dec 2010 17:08:22 +0000</pubDate>
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		<description>Mein lieber Moritz,

eins m&#246;chte ich dann doch anmerken: Es werden zu viele Totenglocken und Krisenlamenti angestimmt von denjenigen, die am Leichnam noch ganz gut verdienen. Ich merke jedenfalls nichts von einer versorgungskrise der Opernh&#228;user, die insgesamt in Deutschland immer noch gigantische Summen j&#228;hrlich verschlingen.Die Krise findet eher woanders statt:
1) Die soziale Schere zwischen arm und reich geht in Deutschland seit der Wiedervereinigung immer weiter auseinander (statistisch nachweisbar). Das hei&#223;t: Immer weniger k&#246;nnen sich eine Opernkarte &#252;berhaupt leisten, selbst wenn sie mit 80% subventioniert ist. Der Bedarf an kultureller Unterhaltung ist dagegen keinesfalls zur&#252;ckgegangen, nur finden Angebot und Nachfrage eben nicht zueinander. Auf der einen Seite wird zu viel Geld verteilt, auf der anderen Seite ist zu wenig Kaufkraft da. So einfach ist das Problem auf den Nenner gebracht.
2) Folgert aus 1): Wir Komponisten sollten endlich unsere Eitelkeit ablegen und aufh&#246;ren dar&#252;ber zu philosophieren, wie die Welt geschaffen sein m&#252;sste, damit sie unseren Vorstellungen von Kultur entspricht, sondern wir sollten endlich das Riesenkulturpotenzial, was in den Menschen nun einmal schlummert, erkennen und es aktiv wecken. Also: Weg mit den Podesten und dem Falkenblick aus 200 Meter H&#246;he, der in der Tat zu Schwindel- und &#220;belkeitserscheinungen f&#252;hrt, wenn man ihn zu lange praktiziert.
3) gerade lese ich in der Zeitschrift Concerti ein Interview mit dem neuen Generalmusikdirektor der deutschen Oper Donald Runnicles (einem Schotten, aus den USA importiert). Man mag mich f&#252;r einen unverbesserlichen dumpfen Nationalisten schelten, aber ich bleibe bei meiner Meinung: Ausl&#228;ndische Generalissimi etc. an deutschen Opernh&#228;usern sind das letzte, was wir brauchen, wenn zeitgleich 15 vergleichbare Begabungen, die bei uns eine harte und hochwertige Ausbildung durchlaufen haben, keinen Job finden. Wenn man diese Kinderkrankheit an den deutschen Opernh&#228;usern nicht m&#246;glichst bald abstellt, bin ich - F&#220;R eine Schlie&#223;ung derselben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mein lieber Moritz,</p>
<p>eins m&#246;chte ich dann doch anmerken: Es werden zu viele Totenglocken und Krisenlamenti angestimmt von denjenigen, die am Leichnam noch ganz gut verdienen. Ich merke jedenfalls nichts von einer versorgungskrise der Opernh&#228;user, die insgesamt in Deutschland immer noch gigantische Summen j&#228;hrlich verschlingen.Die Krise findet eher woanders statt:<br />
1) Die soziale Schere zwischen arm und reich geht in Deutschland seit der Wiedervereinigung immer weiter auseinander (statistisch nachweisbar). Das hei&#223;t: Immer weniger k&#246;nnen sich eine Opernkarte &#252;berhaupt leisten, selbst wenn sie mit 80% subventioniert ist. Der Bedarf an kultureller Unterhaltung ist dagegen keinesfalls zur&#252;ckgegangen, nur finden Angebot und Nachfrage eben nicht zueinander. Auf der einen Seite wird zu viel Geld verteilt, auf der anderen Seite ist zu wenig Kaufkraft da. So einfach ist das Problem auf den Nenner gebracht.<br />
2) Folgert aus 1): Wir Komponisten sollten endlich unsere Eitelkeit ablegen und aufh&#246;ren dar&#252;ber zu philosophieren, wie die Welt geschaffen sein m&#252;sste, damit sie unseren Vorstellungen von Kultur entspricht, sondern wir sollten endlich das Riesenkulturpotenzial, was in den Menschen nun einmal schlummert, erkennen und es aktiv wecken. Also: Weg mit den Podesten und dem Falkenblick aus 200 Meter H&#246;he, der in der Tat zu Schwindel- und &#220;belkeitserscheinungen f&#252;hrt, wenn man ihn zu lange praktiziert.<br />
3) gerade lese ich in der Zeitschrift Concerti ein Interview mit dem neuen Generalmusikdirektor der deutschen Oper Donald Runnicles (einem Schotten, aus den USA importiert). Man mag mich f&#252;r einen unverbesserlichen dumpfen Nationalisten schelten, aber ich bleibe bei meiner Meinung: Ausl&#228;ndische Generalissimi etc. an deutschen Opernh&#228;usern sind das letzte, was wir brauchen, wenn zeitgleich 15 vergleichbare Begabungen, die bei uns eine harte und hochwertige Ausbildung durchlaufen haben, keinen Job finden. Wenn man diese Kinderkrankheit an den deutschen Opernh&#228;usern nicht m&#246;glichst bald abstellt, bin ich &#8211; F&#220;R eine Schlie&#223;ung derselben.</p>
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